Bayona - unser letzter spanischer Hafen

AdminAm 17.07.2010 empfing uns der Atlantik nach dem tagelangen SW-Sturm mit einer himmelhohen Dünung, aber leichtem Wind, der im Laufe des Tages immer mehr zunahm und gegen Abend Sturmstärke erreichte. Gottlob kann man sich an dieser Küste immer im Abstand von ca. 30 sm in eine Ria (fjordähnliche Bucht) retten. Wir ankerten in der sehr schönen Ria Camarinas, geschützt vor einem Fichtenwald. Da die Landschaft so schön war, beschlossen wir einen Tag am Anker zu bleiben. Baden war angesagt - sehr erfrischend, denn die Wassertemperatur beträgt bedingt durch den kalten Strom nur 17°C. 
Am 18.07.2010 dann 30 sm weiter in die Ria de Muros, wieder bei starkem N-Wind. Den Nordwind nennt man hier den "Portugiesischen Norder", er weht im Sommer fast immer und meistens sehr heftig, da sich durch die Hitze über Spanien ein Tief (Hitzetief) bildet und auf dem Atlantik das Azorenhoch liegt.
Am 20.07.2010 dann morgens weiter, endlich mal bei wenig Wind. Abends ankerten wir in der Ria Pontevedra vor dem Ort Port Novo.
Am 21.07.2010 um 8.55 Uhr Anker auf und mit gutem Wind wollten wir eigentlich nach Bayona segeln. Aber unterwegs passierten wir eine wunderschöne Insel, die Insel Cies. Das Ruder hart Steuerbord, den scheeweißen Sandstrand recht voraus und 10 Minuten später fiel der Anker. Geschützt vor dem wieder starken Wind ging sofort das Beiboot zu Wasser und Frank legte einen "Beachtag" ein. Wie ein Seehund lag er den ganzen Nachmittag am Strand. Abends machten dann Barbara und ich einen langen Spaziergang durch die alten Fichtenwälder (es roch herrlich!) der sehr bergigen Insel. Bei einem Gläschen Wein in der Dorfkneipe ließen wir den Tag ausklingen.
Gestern nun erreichten wir unseren letzten spanischen Hafen - Bayona. Abends lud der Skipper seine Crew in eine kleine Tapateria zum Essen ein.