See 16.-17. und RAWSON
Posted by Michael Schau onIn der Nacht vom 16.auf 17.11. wunderschönes Segeln. Ich ließ Barbara länger schlafen und umrundete um 05:00 Uhr das Kap Punta Ninfas am Ausgang des Golfo Nuevo.Im Laufe des Vormittags des 17.11.2011 nahm der Wind stark zu und schließlich segelten, wir nur noch mit einem Fetzen von Vorsegel, in vollem Sturm gen Süden. Der Hafen lag 7 sm enfernt, aber das Handbuch riet von einem Einlaufen dringend ab, da die Einfahrt versandet sei und der Fluss bei Ebbe trocken fällt. Da das Trockenfallen für uns kein Problem ist, beschlossen wir, den Hafen anzulaufen. Ich meldete uns bei der Prefectura an und sogleich wurden wir per UKW um die Sandbänke gelotst. Nicht nur wir, auch viele Fischerboote strebten dem Hafen zu und and den Molen wurde es sehr eng, da jeder der Erste sein wollte. Der Sturm heulte und im Hafen das totale Chaos, da alle Fischer ihren Fang anlanden wollten, aber eben nicht genug Platz war. Überall verholten oder trieben Fischerboote, dazwischen noch viele Seelöwen.. Viele Fischer hießen uns laut willkommen und riefen 'Viva Alemania' und bedeuteten uns längsseits zu kommen, um uns mit Meeresgetier zu beschenken. Einer hielt eine große Krake hoch an der wir wohl eine Woche herumgenagt hätten. Wir wurden von allen Seiten fotografiert und ich fragte mich ob hier überhaupt schon einmal eine Yacht eingelaufen ist. Barbara war am UKW, um die Anweisungen der Prefectura entgegen zu nehmen. Frank turnte mit Leinen und Fendern an Deck herum und ich dachte nur: Bloß keine Kollision mit einem Fischdampfer!Nachdem wir ca. 500 m den Fluß aufwärts gefahren waren, sahen wir plötzlich einen kleinen Schwimmsteg, auf dem eine Vertreter der Prefectura stand und uns bedeutete dort anzulegen. Kaum waren wir fest, als 5 Beamte an Bord kamen, um die Formalitäten zu erledigen. Es entstand eine sehr freundliche Unterhaltung und sie eröffneten uns wir seien hier Gäste, daher keine Hafenliegegebühren, Strom, Wasser, Dusche- alles kostenlos.
Barbara begab sich sofort zu den Fischern und kam mit einer Plastiktüte voller Gambas wieder, wobei jedes Tier so groß wie eine Mohrrübe war. Wer sollte das alles essen. 1,5 Stunden später, der Fluss ist nur noch ein kleines Rinnsal und Resolute total trocken gefallen, sitzen wir im Cockpit und essen Gambas mit Reis und Tomatensalat- ein Festessen. Mit letzter Kraft wird der Abwasch bewältigt, dann heisst es: wir legen uns erst mal 10 Minuten hin....Geschrieben am 17.11. 22.00 Uhr während der Sturn in der Takelage heult.