In der Caleta Sara

Gestern Morgen am 21.11.2011 brachten wir erst einmal das Beiboot zu Wasser, machten uns für eine lange Wanderung fertig , und los ging es. Wir befinden uns hier in dem Nationalpark Cabo dos Bahias. Die bergige Landschaft besteht aus rotem Stein und Tonerde. Spärlicher Graswuchs sowie 60 cm hohe, dem Ginster ähnliche Büsche prägen das Bild - eine rauhe, für unsere Augen eine unfruchtbare, abweisende Landschaft.


                                                       Unser Ziel  war die 6 km entfernte Magellanpinguin Kolonie. Aber was gab es auf dem Weg dorthin schon alles zu sehen! Als erstes begeisterten uns die kleinen Guanacoherden, die man überall in der Landschaft sieht. Die Guanacos sind eine Kamelart, verwandt mit den Lamas und Alpacas. Als nächstes begegnete uns ein Pärchen Hara, diese Tiere sind eine Mischung aus Hund und Hase, mit einem sehr schönen Fell und sie springen wie ein Känguruh.Kurze Zeit später begegneten wir einem Gürteltier. Nach ca. 3 km standen wir vor der Hütte eines Rangers und mussten pro Person 20 Pesos (ca. 4 €) Gebühr entrichten.
Nach weiteren 3 km lag dann die ca. 1 qkm große Pinguinkolonie vor uns, in der ca. 9000  Paare brüten. Die Tiere bauen hier tausende von kleinen Höhlen in die Tonerde. Jetzt ist die Zeit wo sie sich paaren und ihre Eier ausbrüten. Da die Tiere keine Scheu haben, kann man ganz dicht an sie herangehen und ihr Verhalten studieren. Z.B. sahen wir, wie ein Pinguin im Nest sein Ei mehrmals umdrehte. lange Zeit verbrachten wir in der Pinguinkolonie und traten gegen 16:00 Uhr den Heimweg an. Auf dem Heimweg sahen wir noch 3 Nandus, die großen Straussenvögel. Frank fotografierte unter anderem eine richtig große Eule und 2 Flamingos. Wir waren uns einig, diese unwirtliche Landschaft ist wie eine Arche Noah. Morgen wollen wir hier Frank's Geburtstag feiern.
In unserer Bucht gibt es einen Club NAUTICO mit einem einfachen Restaurant, leider alles zu und verrammelt, aber oh Wunder heute morgen kam ein Auto und heute wird geöffnet, die Saison beginnt. Also werden wir dort Frank's Geburtstag feiern.

Von Rawson nach Caleta Sara

LIEBE LESER, BILDER KÖNNEN WIR ERST WIEDER HOCHLADEN WENN WIR EINE INTERNETVERBINDUNG HABEN: VIELLEICHT IN PUERTO DESEADO ODER USHUAIA.

Die Reise von Rawson bis Caleta Sara war geprägt von dauerndem Segelwechsel. Wir liefen bei strahlendem Sonnenschein aus Rawson aus, ein frischer Ostwind, der während des Abends au NE drehte und stark auffrischte bescherte uns über 7 kn Fahrt. Um 01.00 Uhr am 20.11. totale Flaute und von 06.20 Uhr bis 08.45 Uhr motorten wir, dann kam der Wind aus NW und gleich wieder mit 6 Windstärken. Um 14.50 Uhr standen wir vor der Einfahrt der Caleta Sara, die nur sehr schwer auszumachen war. Laut Handbuch sollte an der Stb Seite der Einfahrt ein 10 m hoher Gitterturm stehen, den wir aber nicht sehen konnten. Schließlich entdeckten wir, dass er umgeweht auf der Seite lag. Nach der Einfahrt befanden wir uns in einer ca. 100 x 400 m großen, sehr geschützten Lagune. Rechts ein schöner Strand, wo wir das Boot aufsetzten. Frank sprang ins eiskalte Wasser und wir brachten 4 lange Landleinen aus, die er an großen Felsen befestigte. Hier liegen wir nun geschützt in totaler Ruhe und Einsamkeit.

Rawson Caleta Sara 101 sm , davon 13 sm unter Motor Position 44-54,2 S 065-34,5 W