Sturm in der Magellan Strasse
Posted by Michael Schau on
Sturm in der Magellanstraße
Im Handbuch steht: This part is characterised by a distressingly constant bad weather. The N/NW frontal winds prevail and
they blow at an average of 25-30knots. These values increase to 40 to 50 knots during the passage of a deep depression.
Genauso erfahren wir diese Gegend. Gestern sind wir den ganzen Tag gegen 30 Knoten Wind (7Bft) in der Magellanstraße nach
Westen gegenangeknüppelt und haben uns abends in die Caleta Gallant gerettet, wo wir jetzt liegen. Der Wind jault im Rigg und
an ein Fortkommen heute ist nicht zu denken. Die Böen gehen an 45 Knoten und oft denke ich: Hoffentlich hält der Anker.Wir
liegen zwischen hohen, teils schneebedeckten Bergen. Unterhalb der Baumgrenze wachsen verkrüppelte Bäume, welche auf Grund
des dauernden Westwindes alle nach Osten geneigt sind. In dieser Caleta haben schon berühmte Kapitäne mit Ihren Schiffen
gelegen:
1587 Thomas Cavendish mit den Schiffen Desiree, Content und Hugh Gallant
1767 Louis Antoine de Bouggainville mit den Schiffen La Boudeuse und Etoile
1786 Antonio de Cordova mit der Fregatte Santa Maria de la Cabeza
1826 Captain Pringle Stokes mit HMS Beagle
1828 Captain Robert Fitzroy mit HMS Beagle
1830 Captain Parker King mit der Adventure
1896 Joshua Slocum einhand auf der Yacht Spray
Ich hatte schon mehrmals auf die strikten Fahrregeln der chilenischen Armada hingewiesen und werde diese jetzt erläutern.
1. Als erstes füllt man einen Fragebogen aus, der aus ca. 50 Fragen besteht. Hier muß man alle Rettungsmittel angeben,
Bauart des Schiffes, Kentersicherheit, Sicherheitszertifikat, Kommunikationseinrichtungen wie UKW HF und Iridium.
Diesel-, Öl-, und Wasserbestände sind anzugeben und für wie viel Tage Proviant an Bord ist. Versicherung gegen
Ölverschmutzung muß ebenfalls nachgewiesen werden. Kann man eine dieser Auflagen nicht erfüllen, kann man die chilenischen
Hoheitsgebiete nicht befahren.
2. Jetzt muß ein Formular ausgefüllt werden, in dem der Skipper seine gewünschte genaue Fahrtroute angibt. Anschließend
erhält man von der Armada das ersehnte ZARPE (die Fahrtgenehmigung).
Im Zarpe sind die erlaubten zu befahrenden Kanäle genau aufgeführt. Viele Kanäle sind für Yachten gesperrt und man muß große
Umwege fahren um in den erlaubten Kanälen zu bleiben.(erhöhter Dieselverbrauch)
3. UKW muß 24 Std/Tag abgehört werden. An bestimmten Armadaposten muß man sich per UKW melden. Außerdem muß 2x/Tag die
Position per Iridium oder HF an die Armada geschickt werden.
4. Miesmuscheln dürfen erst nördlich des 43ten Breitengrades gesammelt und gegessen werden, da der Verzehr von Muscheln
südlich des 43ten Breitengrades auf Grund der Verseuchung der Muscheln mit dem Algengift RED TIDE für den Menschen tödlich
ist.
Jetzt kann man endlich die Reise nach Norden antreten.
Unsere Ankerposition in der Magellanstraße 53°41,3'S 71°59,7'W
Im Handbuch steht: This part is characterised by a distressingly constant bad weather. The N/NW frontal winds prevail and
they blow at an average of 25-30knots. These values increase to 40 to 50 knots during the passage of a deep depression.
Genauso erfahren wir diese Gegend. Gestern sind wir den ganzen Tag gegen 30 Knoten Wind (7Bft) in der Magellanstraße nach
Westen gegenangeknüppelt und haben uns abends in die Caleta Gallant gerettet, wo wir jetzt liegen. Der Wind jault im Rigg und
an ein Fortkommen heute ist nicht zu denken. Die Böen gehen an 45 Knoten und oft denke ich: Hoffentlich hält der Anker.Wir
liegen zwischen hohen, teils schneebedeckten Bergen. Unterhalb der Baumgrenze wachsen verkrüppelte Bäume, welche auf Grund
des dauernden Westwindes alle nach Osten geneigt sind. In dieser Caleta haben schon berühmte Kapitäne mit Ihren Schiffen
gelegen:
1587 Thomas Cavendish mit den Schiffen Desiree, Content und Hugh Gallant
1767 Louis Antoine de Bouggainville mit den Schiffen La Boudeuse und Etoile
1786 Antonio de Cordova mit der Fregatte Santa Maria de la Cabeza
1826 Captain Pringle Stokes mit HMS Beagle
1828 Captain Robert Fitzroy mit HMS Beagle
1830 Captain Parker King mit der Adventure
1896 Joshua Slocum einhand auf der Yacht Spray
Ich hatte schon mehrmals auf die strikten Fahrregeln der chilenischen Armada hingewiesen und werde diese jetzt erläutern.
1. Als erstes füllt man einen Fragebogen aus, der aus ca. 50 Fragen besteht. Hier muß man alle Rettungsmittel angeben,
Bauart des Schiffes, Kentersicherheit, Sicherheitszertifikat, Kommunikationseinrichtungen wie UKW HF und Iridium.
Diesel-, Öl-, und Wasserbestände sind anzugeben und für wie viel Tage Proviant an Bord ist. Versicherung gegen
Ölverschmutzung muß ebenfalls nachgewiesen werden. Kann man eine dieser Auflagen nicht erfüllen, kann man die chilenischen
Hoheitsgebiete nicht befahren.
2. Jetzt muß ein Formular ausgefüllt werden, in dem der Skipper seine gewünschte genaue Fahrtroute angibt. Anschließend
erhält man von der Armada das ersehnte ZARPE (die Fahrtgenehmigung).
Im Zarpe sind die erlaubten zu befahrenden Kanäle genau aufgeführt. Viele Kanäle sind für Yachten gesperrt und man muß große
Umwege fahren um in den erlaubten Kanälen zu bleiben.(erhöhter Dieselverbrauch)
3. UKW muß 24 Std/Tag abgehört werden. An bestimmten Armadaposten muß man sich per UKW melden. Außerdem muß 2x/Tag die
Position per Iridium oder HF an die Armada geschickt werden.
4. Miesmuscheln dürfen erst nördlich des 43ten Breitengrades gesammelt und gegessen werden, da der Verzehr von Muscheln
südlich des 43ten Breitengrades auf Grund der Verseuchung der Muscheln mit dem Algengift RED TIDE für den Menschen tödlich
ist.
Jetzt kann man endlich die Reise nach Norden antreten.
Unsere Ankerposition in der Magellanstraße 53°41,3'S 71°59,7'W