Heute Morgen sind wir um 03.30 Uhr aufgestanden, da der Wind heute
Vormittag beständig aus NW wehen sollte. Beim Seeklarmachen stürzte Frank
an Deck,denn es war total vereist! Um 04.00 Uhr legten wir ab. In der
Goree Passage mußten wir ca. 1 Stunde große Kelpfelder umfahren. Kelp kann
sehr gefährlich werden, wenn es in die Ansaugleitung des Kühlsystems oder
in den Propeller gerät. Um 12.00 Uhr fuhren wir in das Wollaston Archipel
ein, der Wind nahm langsam zu. Eigentlich wollten wir noch Kap Horn
umrunden, aber vor der Isla Herschel nahm der Wind schlagartig zu und der
Skipper der Persimmon, Ian, sagte uns am Kap Horn werden schon 50 Knoten,
das entspricht Windstärke 10 gemessen. Wir ankern jetzt zusammen mit 3
anderen Yachten in der Caleta Martial vor der Insel Herschel, 10 sm von
Kap Horn entfernt. Tagebucheintrag heute: zurückgelegte sm ab Lübeck 10
037.
Das wird nachher gefeiert. Es gibt Spaghetti mit einer
Königskrabbensauce. Die Krabben haben wir gestern beim Fischer in Puerto
Toro gekauft.
Unsere Position: 55°49.30'S 67°17.67'W
Gestern am 03.01.2012 haben wir nun endlich Ushuaia und somit Argentinien
verlassen. Nach einem gemütlichen Segeltag kamen wir um 15.30 Uhr in
Puerto Williams an. Abends dann noch 2 Pisco Sour in der Bar der MICALVI,
dann in die Koje.
Heute Morgen erst einmal zur Prefectura um die Fahrtgenehmigung für Kap Horn
zu holen. Die ganze Prozedur dauerte ca. eine Stunde. Um 10.30 Uhr legten
wir ab und setzten gleich Segel. Es wehte ein mäßiger Westwind, der im
Laufe des Tages immer mehr zunahm und im Pikton Kanal maßen wir dann 8/9
Bft. Zum Glück waren wir dicht unter Land,trotzdem war an Segeln nicht mehr
zu denken und für die letzten Meilen nahmen wir die Maschine zur Hilfe. Um
16.15 Uhr waren wir in der südlichsten Gemeinde der Welt, dem kleinen Ort
Porto Toro auf der Insel Navarino, fest. Der Wind heult im Rigg, etwas
Dünung steht in den Hafen, aber wir liegen fest vertäut.
Unsere Position 55°04,92'S 67°04,43'W
Yesterday on the 03rd we departed Ushuaia and Argentina. After a smooth sailing trip, we arrived Puerto Williams, had 2 Pisco Sour in the Bar MICALVI and went to bed.
This morning on the 04th I had to go to the Prefectura to get the permission in a procedure lasting an hour for rounding Cape Horn. At 10:30 we departed under sail. We had a moderate W'erly wind, increasing during the day and in the Pikton Channel we measured force 8/9 Bft. Even close to the shore it was not possible to continue sailing so we used our engine for the last miles and at 16:15 we arrived Puerto Toro the most southerly municipality of the world on the island Navarino. The wind howls in our rigg slight well in the port , but we are well moored.