Werftaufenthalt auf Raiatea

In Tahiti hatten wir schon festgestellt, daß das Unterwasserschiff Bewuchs angesetzt hatte. Schnorchelnd entfernten wir den Bewuchs durch abkratzen. Am Anker vor Huahine hatte sich bereits wieder Bewuchs gebildet, unser Antifouling-Anstrich arbeitete nicht mehr. Darufhin beschlossen wir, in Raiatea in die Werft zu gehen. Am 26.06. 2012 um 07.35 Uhr war der Anker auf und um 14.10 Uhr wurde das Boot bereits per Travellift in der Werft auf Raiatea an Land gesetzt. Den ganzen nächsten Tag malte ich das Unterwasserschiff, Frank organisierte die Neuanfertigung der Ruderpinne unserer Selbststeueranlage sowie des Einbaus eines neuen Echolotgebers. Gestern Nachmittag kam das Boot wieder in das Wasser und heute Morgen verholten wir in die sehr schöne Marina Apooiti hier auf Raiatea, wo wir mehrere Tage verbrachten.

Unsere Position 16°43,7'S 151°28,6'W

 

 

 

 

auf Huahine

Am 21.06.2012 um 09.15 Uhr war der Anker auf und die Reise nach Huahine begann. Das Wetter wurde im Laufe des Vormittags immer schlechter, schwere Regenschauer und hohe See ließen kein Südseefeeling aufkommen. Wie in der Nordsee nur es war wie immer schön warm. Während der Nacht mußten wir die Beseglung laufend verkleinern, da wir in der Morgendämmerung auf Huahine ankommen wollten. Am 22.06.2012 um 06.30 Uhr fiel der Anker vor dem Dorf Fare auf Huahine. Endlich ankerten wir mal in flachem Wasser auf 5 Meter Wassertiefe in türkisfarbenem Wasser. Um 08.45 Uhr saßen wir in der Tiki Bar vor dem Fernseher und sahen uns das Fußballspel Deutschland - Griehenland an. Heute am Sonnabend wurden wieder Rennen mit den Auslegerkanus veranstaltet und wir sahen uns Das Spektakel aus nächster Nähe an. Ich habe die Moorea Bilder nochmals überarbeitet, sie lassen sich jetzt alle öffnen.Das Wetter ist sehr schlecht, Gewitter, viel Wind und Regen.

Moorea 18.06.2012

Haben heute in der 5 sm weiter im Westen gelegenen Oponohu Bucht verholt. Liegen vor einem schneeweißen Palmenstrand. Hier liegt auch der ehemalige deutsche Bergungsschlepper ARCTIC, welcher zur Yacht umgebaut wurde, vor Anker. Das Schiff sieht sehr imposant aus. Unsere Position 17°29,5'S 149°51,1'W

 

 

 

 

Moorea

Nach dem sehr herzlichen Abschied von Patrick, dem Manager des Yachtclub de Tahiti warfen wir am 12.06 2012 um 06.50 Uhr die Leinen los. Um 07.10 Uhr passierten wir den Pass de Taunoa und setzen Segel. Der SE Passat war recht schwach, und so segelten wir ganz gemütlich Richtung Moorea wo wir  um 14.10 Uhr in der Bai de Cook ankerten. Die Kulisse dieser Insel übertrifft Tahiti bei Weitem! Die Insel Moorea zählt zu den Schönsten der Südsee  und die tief in die Insel hineinragende Cooks Bay mit ihren steilaufragenden wild zerklüfteten  Vulkangipfeln  zählt sicherlich zu den Schönsten der Welt. Hier wurde der Film "South Pacific" gedreht. Am 13.06 2012 morgens begaben wir uns in die Hotelanlage Club Bali Hai um das Fußballspiel Deutschland - Holland zu sehen. Die weitläufige Hotelanlage ist typisch für Moorea, Es liegt direkt an der Cooks Bay. Das Hauptgebäude steht an Land. Die Bungalows stehen auf Stelzen im Wasser. Alle Gebäude sind mit Palmenblättern gedeckt der Gesamteindruck - einfach schön! Nach dem Spiel wurden wir zur Tanzshow am Abend eingeladen. Mittags per Anhalter um die halbe Insel zur Hotelanlage des Interconti. Auch hier die gleiche Bauart. Eine riesige Hotelanlage direkt an der Lagune. Hier verfolgten wir die Delphinshow, hinterher die Diskussion: darf man diese Tiere in Gefangenschaft halten? Da viele Schüler direkt vor dem im Wasser liegenden Delphin fundierten Unterricht erhielten, und es Leute geben soll die den Unterschied zwischen einem Wal und einem Fisch nicht kennen, kamen wir zu dem Schluß :zur Aufklärung - ja.
Abends im Bali Hai verfolgten wir wieder eine sehr schöne Tanzshow. Als wir nach der Vorführung mit den Tänzerinnen sprachen und sie erfuhren, daß wir mit dem Segelboot um die Welt segeln schenkten sie uns ihre Blumenkränze und setzten sie uns auf den Kopf, denn Menschen die über das Meer kommen sind für sie immer noch etwas ganz Besonders.
Gestern am 14.06.2012 wagten wir uns an die Gewaltwanderung von unserem kleinen Ort PaoPao hinauf zum Aussichtspunkt Belvedere. Nach dem Frühstück mit dem Beiboot in den Ort und die Wanderung begann. Moorea ist die Insel der Ananas, und nach kurzer Zeit durchwanderten wir das erste Ananasfeld. Die Ananaspflanze trägt 3 Jahre lang jeweils eine Frucht, dann muß sie durch eine neue Pflanze ersetzt werden. Die Landschaft ist einmalig schön, überall Landwirtschaft,nicht nur Ananas sondern natürlich auch jede Menge Bananen, Papajas Mango,Citrus,Kokos, usw alles wild durcheinander, man könnte Körbeweise ernten. Wir aber wissen - jeder Baum, jeder Strauch hat einen Eigentümer, also Finger weg! Auf halbem Weg nach oben besuchten wir das große Gelände der Landwirtschaftsakademie mit ihren Versuchsfeldern. Endlich nach Stunden in glühender Sonne kamen wir halbtot oben an. Belohnt wurden wir durch den fantastischen Ausblick auf die beiden Buchten Baie de Cook und Baie de Opunohu und das vorgelagerte Riff mit der Lagune. Das Picknick fiel aus - wir hatten den Dosenöffner vergessen. Nachmittags taumelten wir zu Tal und erreichten kurz vor dem Dunkelwerden das Boot.
Unsere Position: 17°30,2'S 149°49,2'W


Abschied von Tahiti

Tahiti – Mythos der Südsee. Über 2000 Meter hohe, schroffe Berge, tiefe Täler, üppiges Tropengrün, Wasserfälle, die aus großer Höhe herunterschießen und an den Küsten das vorgelagerte Riff mit den türkisfarbenen Lagunen, die schönen, überaus freundlichen und hilfsbereiten Menschen – das ist Tahiti.Die Bevölkerung siedelt an der Küste entlang der 120 km langen Ringstraße, das Landesinnere ist unberührt und unbewohnt.Wir haben uns im Yachtclub de Tahiti sehr wohl gefühlt. Die quirlige Hauptstadt Pepeete hat architektonisch nicht viel zu bieten, nur das neue Fährterminal ist gelungene Architektur. Jeden Abend werden auf dem Vaiete-Platz am Hafen diverse Essenstände (Roulottes) aufgebaut und man hat das Gefühl, ganz Papeete findet sich hier zum Essen ein. Auch wir haben dort mehrmals ausgiebig mit viel Spaß gegessen. Nach der Erledigung verschiedener Einkäufe fürs Boot, unter anderen ein neues Schlauchboot und Reparatur der Ankerwinde (Frank) mieteten wir für 3 Tage ein Auto. Je weiter man sich von der Hauptstadt Papeete entfernte, je ursprünglicher waren die Häuser und Lebensweise der Polynesier. Gerne schlenderten wir durch die Dörfer, um den Einwohnern bei der Arbeit zuzusehen. So wurden in einem Dorf Besen mit der Hand hergestellt. Die Fischer hängen ihren Fang oft an ein Gestell an den Straßenrand zum Verkauf. Der Fang besteht meistens aus Thunfischen und dem Mahi Mahi auch Goldmakrele genannt, alle Fische sind oft einen Meter lang. Auch einige archäologische Kultstätten haben wir besichtigt. Im sehr eindrucksvollen Museum de Tahiti konnten wir sehr viel über die alte Kultur der Polyniesier kennenlernen, so z.B. wie sie mit ihren riesigen Doppelrumpfschiffen den Pazifik erobert haben. Was ist von ihrer alten Kultur noch übriggeblieben? Was kann man als Besucher noch sehen?
Jeden Abend hallen die Trommeln und die wunderschönen Gesänge über die Bucht – alles live!! Dann wird uns immer bewußt – wir sind in der Südsee. Täglich üben die Polynesier mit ihren schnellen Auslegerkanus das Rudern, meistens im Einer aber auch in großen Booten, die mit 6 Mann besetzt sind. Oft sieht man Gruppen unter einem Baum sitzen, um zusammen zu musizieren und mehrmals haben wir Tanzdarbietungen gesehen und man ist hingerissen von der Anmut dieser Tänze. Jeder Tanz erzählt eine Geschichte, die wir leider nicht verstehen, denn die Gesänge werden immer auf polynesisch vorgetragen. Die Frauen tragen sehr oft ihre traditionelle Kleidung den Pareo, ein buntbedrucktes Tuch, kunstvoll um den Leib geschlungen. Die meisten Polynesier sind mit alten Motiven tätowiert, oft große Teile des Körpers und es sieht sehr schön aus. Wir fragten uns - sollen wir auch.....?
Am 12.06.2012 mussten wir schweren Herzens Tahiti verlassen, denn wir müssen unsere Reise nach Westen fortsetzten. 

 

 

 

Stadtspaziergang in Papeete

 

 

 

 

Der Durchgang der Venus durch die Sonne

James Cook hat am 03.Juni 1769 am Point Venus den Durchgang der Venus durch die Sonne beobachtet. Heute, am 05. Juni 2012, fand dieses Jahrhundertereignis wieder statt - und wir waren dabei. Astronomen aus aller Welt hatten am Point Venus ihre Instrumente aufgestellt und luden das Publikum ein, die Venus vor der Sonne zu beobachten. Auch wir betrachteten die Venus durch schwarze Brillen und auch durch die Instrumente der Wissenschaftler. Außerdem wurde ein großes Rahmenprogramm geboten, astronomische Vorträge gehalten und gegen Abend, wie könnte es anders sein auf Tahiti, traten verschiedene hochkarätige Tanzgruppen auf und die polynesische Musik verzauberte das Publikum. Das Foto der Venus vor der Sonne wurde durch das Okular eines Fernrohrs mit unserer Camera Canon Ixus 50 aufgenommen.

 

 

 

 

 

Venus Transit

Wir liegen ca. 1,5sm südlich von Venus Point. Das ist das Kap, an dem James Cook 1769 während seiner ersten Reise den Venus Transit beobachtete. Dieses seltene astronomische Ereignis, welches in Intervallen von 8, 105,5 und 120,5 Jahren stattfindet, ereignet sich wieder am 5. Juni 2012 und wir werden wie James Cook diesen Tag am Venus Point in den Himmel sehen. Venus Transit bedeutet, daß an diesem Tag die Erde, der Planet Venus und die Sonne in einer Linie stehen. Beobachtet man den Durchgang der Venus durch die Sonne von verschiedenen Breitengraden auf der Erde, so kann man recht genau die Entfernung Erde - Sonne errechnen. James Cook konnte seine Beobachtung nicht verwerten, da es regnete. Die Bilder sind in der hiesigen Ausstellung im Rathaus von Papeete aufgenommen worden.