High and dry

Gestern am 08.11.2012 sind wir den 3 sm nördlich von Scarborough liegenden Cabooture River hinaufgefahren. Links und rechts am Ufer nur Mongroven. Wir trafen genau bei Stauwasser vor Montys Marina ein und das Boot wurde sofort per Slipwagen an Land gestellt, wo es während der Cyclonezeit, welche jetzt beginnt, liegen bleibt. Wir werden am 20.11.2012 nach Hause fliegen und das Logbuch Mitte März 2013 fortsetzen.

Ankunft Scarborough 04.10.2012

Am 04.11.2012 warfen wir um 05.50 Uhr die Leinen los, ab 06.30 segelten wir bei schwacher Brise nach Süden. Um 15.10 Uhr mußten wir den Motor starten, kein Wind und starker Gegenstrom. Um 17.30 Uhr waren wir in der Marina in Scarborough fest. Gestern lange Busfahrten zu Montys Marina, wo wir das Boot Morgen an Land stellen wollen.

Von Bundaberg südwärts nach Mooloolaba

Um 05.00 Uhr am 31.10.2012 verließen wir die Marina in Burnett Heads/Bundaberg und setzten den Kurs auf die Grat Sandy Strait zwischen dem Festland und Frazer Island ab. Um 11.45 Uhr fuhren wir in die Great Sandy Strait ein. Wir hatten jetzt schon mehrere große Schildkröten am Boot beobachtet. Frazer Island ist die größte Sandinsel der Welt und Unesco Weltnaturerbe. Den ganzen restlichen Tag fuhren wir durch eine aufregende Wattenlandschaft, überall trockenfallende Sandbänke und oft nur wenig Wasser unter dem Kiel. Abends um 18.00 Uhr ankerten wir auf der Position 25°32,9'S 152°55,3'E und genossen die totale Stille und den Vollmond über dieser einmaligen Landschft. Am nächsten Morgen um 05.15 war der Anker auf, totale Windstille und nicht weit entfernt dicker Nebel, in den wir nach kurzer Zeit einfuhren. Jetzt wurde es spannend. Mit ganz langsamer Fahrt tasteten wir uns mit dem Radar durch das enge Fahrwasser, in dem uns auch noch ein kleiner Rahsegler entgegen kam. Um 06.50 war der Spuk vorbei. Um 10.10 hatten wir das offene Meer erreicht. Schon seit Tagen war eine starke Kaltfront angekündigt und um 14.15 Uhr nahm der Wind stark zu, der Vorbote der Kaltfront. Mit 7 kn rauschten wir jetzt nach Süden, es war schon klar, das wir vor dem Schiften des Windes aus SE nicht mehr nach Scarborough kommen würden. Und so liefen wir den mondänen Badeort Mooloolaba an, wo wir um 20.00 Uhr in der hochmodernen Marina festmachten. Nachmittags hatten wir mehrmals einen Orcawal beobachtet, der ruhig im Wasser lag, seine Schwanzflosse steil aufgestellt hatte und unentwegt auf das Wasser einschlug. Der Krach, den er verursachte, war weithin hörbar.