ON LIZARD ISLAND
Posted by Michael Schau onGestern, am 20.06.2013, begannen wir mit dem schwierigen Aufstieg zu Cooks lookout. Es galt, treppenartige, steile Felsformationen zu erklimmen. Anschließend waren drei nackte, schiefe Granitebenen, in die man teilweise Stufen geschnitten hatte, zu überqueren. Dann auf dem Sattel zum höchsten Berg, ein langer Marsch durch bewaldetes Gebiet und schließlich der steile Aufstieg zum höchsten Punkt. Ziemlich geschafft kamen wir oben an und dann - welch ein Ausblick! Im Westen die hohen Berge des Australischen Kontinents in einem Abstand von 15sm, im Osten die endlose Kette des Außenriffs, welches bei dem strahlenden Sonnenschein in allen Farben glitzernd vor uns lag. Lange konnten wir uns von dem herrlichen Blick nicht losreißen. Auf dem Gipfel fanden wir einen große Steinpyramide vor, auch wir legten 2 Steine dazu. Vor der Pyramide steht eine Holzkiste, in welcher sich das wasserdicht verpackte Gipfelbuch sowie ein Ausschnitt aus Captain Cooks Logbuch befinden. Wir trugen uns in das Buch ein und fotografierten Cooks Logbuchauszug, den ich hier wiedergebe:
Sunday, 12th August 1770
I immediatly went upon the highest hill on the island where to my mortification I discovered a Reef of Rocks laying about 2 or 3 leagues without the Island extending in a line NW and SE further than I could see on which the sea broke very high.
James Cook
Nach einem Picknick begannen wir mit dem Abstieg. Auf dem Rückweg entdeckten wir mehrere große Echsen, bis zu einem Meter lang. James Cook sah ausschließlich Echsen und benannte deshalb die Insel LIZARD ISLAND.
Um 15.00 Uhr erreichten wir wieder den Strand und gingen sofort baden. Anschließend gingen wir 250 Meter landeinwärts und fanden dort eine alte Schwengelpumpe vor, mit deren Hilfe wir dort duschten. Um 16.30 Uhr treffen sich allabendlich alle Segler am Strand, um Seemannsgarn zu spinnen, auch wir fanden uns dort ein. Nach ca. einer halben Stunde sagte eine Seglerin: Dort draußen treibt ein Schlauchboot - es war unseres! Sofort bestieg der nette Amerikaner Bill sein Dinghi, ich sprang auch hinein und wir "retteten" unser Dinghi. Ich hatte es ungesichert am Strand liegen lassen und außer Acht gelassen, daß die Flut noch steigt.