auf Reunion

Reunion ist ein Übersee-Department Frankreichs und gehört somit zur EU. Währung ist der Euro und theoretisch können wir solange bleiben, wie wir wollen. In der Praxis sieht das allerdings anders aus. Am liebsten würde der Hafenmeister es sehen, wenn wir den Hafen sofort verlassen, denn die superreichen Eigner mit ihren OYSTER Yachten fallen ab morgen hier ein und für den gemeinen Segler ist kein Platz mehr. Vor dem Hafen steht ein großes Bauschild "Dieser Hafen wird mit Mitteln der EU modernisiert". Ich hatte gerade mit dem Hafenmeister eine "nette" Diskussion, denn er sagte mir, für uns sei kein Platz mehr. Ich fragte ihn, ob wir als EU Bürger immer nur zum zahlen da sind! Jetzt dürfen wir bis Mittwoch bleiben. Morgen brechen wir zu einer mehrtägigen Reise in die Berge auf, müssen aber heute Nachmittag noch verholen. Das Verholen konnte erst am 01.11. morgens um 06.00 Uhr geschehen, da der Liegeplatz vorher nicht frei war. Gleich nach dem Verholen fuhren wir zusammen mit den Schweizern Andy und Doris von der Yacht ANDORI in die Berge. Wie sich später zeigte, leider zu spät, denn ab 09.00 Uhr bilden sich im Hochgebirge oft dichte Wolken und man sieht nichts. Reunion sieht von See aus unspektakulär aus, man sieht nur einen hohen, runden Rücken. Fährt man aber mit dem Auto in die Berge, bietet sich einem ein atemberaubender Anblick. Heute Morgen starteten wir um 05,30 Uhr und schraubten uns über unzählige Serpentinen in einen der riesigen Krater. Die Wände gehen steil 1000 Meter hoch, alles ist grün und noch in einer Höhe von 1000 Metern werden Bananen angebaut. Überall findet Landwirtschaft statt. Im Moment befinden wir uns im Hotel Geraniums in La Plainz des Cafres. Von hier aus sind es nur wenige Kilometer zu dem riesigen, aktiven Vulkan "PITON DE LA FOURNAISE", den wir morgen besuchen wollen.
     

Mauritius-Reunion 25.10.-28.10.2013

Wir wären gerne noch länger auf Mauritius geblieben, aber die Marina wird am 28. gesperrt. Es laufen dann die Oysteryachten, ein sehr teurer Yachttyp, in die Marina ein. Sie befinden sich auf einer Weltregatta und haben die ganze Marina gemietet. Am 25.10.2013 um 17.45 Uhr warfen wir die Leinen los und quälen uns bei sehr wenig Wind Richtung Reunion. Wir wollen eigentlich nach St. Pierre, aber der Hafen wird oft wegen der schwierigen Einfahrt gesperrt. Mal sehen, wo wir landen. 26.10.13 Mittagspos.20°29,1'S 56°32'E Wind E 2Bft.  27.10.2013 Schon nachmittags kamen die hohen Berge auf einer Entfernung von 45 sm in Sicht. Am 28.10.2013 morgens um 04.30 Uhr an der Nordspitze Reunions nahm der Wind schlagartig zu. Das Boot lief aus dem Ruder und nur mit der Fock bei ca.7/8 Bft segelten wir um das Kap Bernard, danach – Flaute. Um 05.10 Uhr starteten wir den Motor und fuhren entlang der Westküste gen St. Pierre.Nachdem wir 25 sm zurückgelegt hatten, der Wind hatte in der Zwischenzeit auf ca. 6 Bft zugelegt und kam genau von vorne, rief ich den Hafen an. Uns wurde mitgeteilt, der Hafen sei gesperrt. Also drehten wir wieder um und segelten gemütlich wieder nach Norden. Um 15.45 Uhr waren wir dann im Port Ouest fest. Wir liegen hier im ehemaligen Handels- und Fischereihafen längsseits einer französischen Stahlyacht, der Eigner baut sie noch aus. Der Hafen ist durch das Anbringen von bequemen Leitern für Yachten hergerichtet. Strom und Wasser gibt es auch und wir liegen hier sehr ruhig. Unsere Position 20°56,3'S 55°17,0'E.

In Port Louis

Viele Leser sind der Meinung, die Segler, wenn sie an Land sind, liegen nur unter der Palme. Weit gefehlt, oft ist es nur harte Arbeit um die Yacht instand zu halten. Gestern z.B. habe ich das Öl in der Maschine und im Getriebe ausgewechselt und den Antriebsstrang gefettet. Anschließend mit Wolfgang und dem Schlitzohr Rashid, der hier die Segler durch die Gegend fährt, zur Tankstelle und 160 Liter Diesel in Kannistern geholt. Zwischendurch war noch der Segelmacher an Bord, die Fock ist beschädigt und muss überholt werden, außerdem lassen wir uns ein Bimini anfertigen. Barbara hatte großen Waschtag. Abends haben wir noch ein Auto gemietet, morgen wollen wir für 2 Tage über die Insel fahren. Heute Morgen sitze ich im Internetcafe und habe alle fehlenden Bilder in das Logbuch eingestellt - viel Spaß beim Betrachten!

Bilder von unserer 2 tägigen Reise:

    

 

RODRIGUEZ to MAURITIUS 15.-19.10.2013

Am 15.10.2013 um 09.15 Uhr warfen wir die Leinen los und befinden uns jetzt auf der Reise nach Mauritius. Mittagspos. 19°53,9'S 61°48,3'E Wind SE 3 Bft, schönes Wetter Restdistanz 229 sm Kurs 269°.  17.10.2013 Seit gestern Abend Flaute, treiben auf Pos. 20°00'S 61°22,4'E sehr heiß Restdistanz 205 sm 18.10.2013 Mittagspos. 20°05'S 59°29,2'E Restdistanz 99 sm Wind SE4Bft schönes Wetter. Haben gestern die Flaute ausgesessen. Um 13.50 Uhr kam der Wind und seitdem läuft es. Am 19.10.2013 um 08.55 Uhr standen wir an der NW Küste von Mauritius. Da der Strom sehr stark gegenan stand nahmen wir die Maschine zur Hilfe und segelten an der Westküste südwärts. Die spitzen hohen Berge erinnerten mich an Bora Bora. An der Küste reiht sich Ressort an Ressort und um 12.50 Uhr waren wir an der Zollpier zuzm Einklarieren fest. Nach ca. 1,5 Stunden verholten wir in die Marina, wo wir wieder etliche Yachten trafen ,mit denen wir schon in Australien zusammen waren. Wir liegen mitten in der Stadt direkt vor einem großen Hotel und oft werden wir von den Passanten nach unserer Reise befragt.Den Baustil des Stadtteils in dem wir liegen bezeichne ich mal als Disneyland oder Las Vegas Baustiel.

Ausflug auf Rodrigues

Am Donnerstagmorgen starteten wir mit dem Leihwagen zu einer Inselrundfahrt. Die Insel ist mit ländlichen Anwesen überzogen. Jeweils wenige Häuser vereinigen sich zu einem Dorf. Die Landwirtschaft beschränkt sich auf den Eigenbedarf von Mais, Kohl, Zwiebeln usw. Die Insel ist sehr hügelig, die höchsten Berge sind ca. 200 Meter hoch. Der Tourismus ist zum Glück noch sehr unterentwickelt. Mittags machten wir an der SE Küste am Strand ein Picknick und sahen den Fischern beim Säubern der Oktopus zu, die sie hier auf dem vorgelagerten Riff in großen Mengen fangen. Schön anzusehen sind die bunten Lateinersegel auf dem Riff. Außenbordmotoren sind hier noch sehr selten, da für die Fischer zu teuer. Nachmittags besuchten wir den Nationalpark Francois Legat in dem die riesigen Landschildkröten gezüchtet werden, die man, als man die unbewohnte Insel zum erstenmal betrat, hier zu tausenden vorfand. Die endemischen Landschildkröten wurden von den Einwanderen restlos ausgerottet. Im Nationalpark werden jetzt riesige Landschildkröten, die man von den Seychellen und Mauritius einführte, gezüchtet. Die aeltesten sind 100 Jahre alt. Die Tiere laufen frei herum und wir konnten sie berühren und sie genießen es, wenn sie unter dem Hals gestreichelt werden. Abends fanden wir dann ein schönes, sauberes Guesthouse in den Bergen. Wir wurden von den Besitzern großzügig verwöhnt, es gab ein reichhaltiges kreolisches Menü und wir saßen bis spät in die Nacht mit einem netten Ehepaar aus Deutschland auf der Veranda. Nach einem üppigen Frühstück besichtigten wir gestern den Rest der Insel. Wir sind uns alle einig: liebe, nette Menschen, alle Dienstleistungen sind für uns Europäer noch billig und wer Ruhe und Erholung sucht, ist auf dieser Insel am rechten Platz.

Auf Rodrigues

adminDer Umrechnungskurs ist derart günstig, dass wir fast täglich im französischen Restaurent essen. Am Montagmorgen um 06.00 Uhr mußten alle 5 Yachten die Pier verlassen und im Hafen ankern, da um 06.30 Uhr das Versorgungsschiff aus Mauritius eintraf. Gestern Abend trafen auch Corinna und Wolfgang mit Ihrer Yacht MOIN ein. Sie ankerten neben uns, brachten ihr Beiboot zu Wasser und wir verbrachten zusammen einen feuchtfröhlichen Abend. Heute Morgen, nachdem das Versorgungsschiff wieder ausgelaufen war, verholten wir wieder an die Pier.