Ankunft in Trinidad

Am 21.04.2014 um 06.30 Uhr passierten wir Galera Point, die NE-Spitze Trinidads. Den ganzen Tag segelten wir entlang der bergigen, tropischen Nordküste Trinidads. Leider wurde der Wind immer schwächer und um 15.40 Uhr starteten wir den Motor, um noch vor Dunkelwerden den Hafen von Chaguaramas, wo sich die Marinas befinden, zu erreichen. Leider kamen wir erst bei totaler Dunkelheit in der großen Bucht an. Hier ankern wild durcheinander diverse Bohrinselversorger,  unbeleuchtete Bargen, Segelyachten und Tonnen. Die Durchfahrt durch dieses Gewirr war wieder mal ein echtes Abenteuer. Langsam näherten wir uns einer Marina; auf einem Steg stand ein Mann, der uns zurief, wo der Zollponton sei. Ein Mann nahm dort unsere Leinen an. Als wir fest waren fragte er nach einem Tipp. What a tipp fragte ich, er antwortete money or two beeer. Wir gaben ihm 2 Bier. Jezt erschien der Hafenmeister und sagte, ich müsse zur Rezeption einen kleinen Obulus bezahlen. An der Rezeption (wie im Hotel, alles piekfein) sagte mir die Dame, pro Nacht würde es 100 US-$ kosten. Ich konnte es nicht glauben, aber so war es, 100-US$ sofort in cash!!!!!! Ich sagte Ihr: That is a nice welcome for a foreigner in Trinidad! Ich ging dann sofort zum Zoll, musste unsere Signalpistole und die Munition abgeben, dann zückte die Zollbeamtin den Rechnungsblock, ich musste schon wieder bezahlen. Am nächsten Morgen ging ich zur Immigration, füllte dort diverse Formulare aus und – sie ahnen es schon, musste wieder bezahlen. Als wir zurück zum Boot kamen, stand dort schon ein Marinabediensteter und sagte, wir müssten verholen. Ich hatte jetzt genug von dieser Marina, sie nennt sich übrigens "CREWSINN", wir liefen sofort aus und suchten in dem ganzen Gewirr die Marina, in der wir das Boot an Land verbringen wollen. Es ist der PEAKE YACHT SERVICE. Auf Kanal 69 rief ich die Marina, uns wurde sofort ein Liegeplatz zugewiesen, welcher 13 US-$ pro Tag kostet. Super Preis, super Liegeplatz mit allem Komfort- wir sind happy! Am 29. 04. ist unser Sliptermin. Heute haben wir schon alle Segel abgeschlagen und zum Segelmacher gebracht. Das Gelände ist riesengroß und alle Yachtdienstleister befinden sich innerhalb des total abgesicherten Geländes.

Iles du Salut - Trinidad 16.04.–20.04.14

17.04.2014 Mittagspos. 6°23.1'N 54°19,6'W Rest bis Trinidad 541sm Kurs 296° Wind ENE 4 Bft. 18.04.2014 Haben uns entschieden, Trinidad von Norden anzulaufen, deswegen ist die Restdistanz und der Kurs zu gestern verschieden. Mittagspos. 7°36,9'N 56°01,3'W, Kurs 305° Rest 304sm Wind NE 4/5 Etmal 113sm. 19.04.2014 Mittagspos. 9°05,9'N 57°42,1'W, Kurs.300° Rest 272sm Etmal 132sm Wind NE 4 Bft; der Passat wechselt laufend seine Stärke zwischen 4 und 7 Bft. 20.04.2014 (Ostern) Mittagspos.10°36,5'N 59°23,3'W Wind ENE 4Bft laufend schwere Regenböen, alles grau, grobe See, müssen vor dem Wind kreuzen. Etmal 131sm Rest 145sm Barbaras Augen sind fast wieder normal, dafür kämpfe ich jetzt mit den gleichen Symptomen, aber wir haben die richtigen Medikamente an Bord und in einigen Tagen sollte alles wieder ok sein. Heute Morgen in einer Regenbö war plötzlich das Forschungsschiff FALCON EXPLORER neben uns. Es tutete ununterbrochen, wir schalteten das UKW Gerät ein und meldeten uns. Uns wurde gesagt, sofort den Kurs zu ändern, da in der Nähe ein anderes Forschungsschiff ein kilometerlanges Kabel hinter sich herzieht. Wir änderten sofort den Kurs und wurden längere Zeit von der FALCON EXPLORER begleitet – da kann man nur sagen FROHE OSTERN.

Iles du Salut 13.-16.04.2013

Nähert man sich den drei Inseln von See, so meint man, sie seien unbewohnt. Die überaus üppige Vegetation verdeckt die weitläufigen Gefangenenlager. Jede der Inseln hat ungefähr die Größe von Helgoland und sie liegen derart dicht zusammen, dass zwei der Inseln durch eine Seilbahn verbunden waren. Erst im Inneren der Ile du Royal sieht man die Dimensionen der Lager, Kirche, Hospital, Kinderfriedhof, Haus des Direktors, Haus des Arztes. Kneipe der Aufseher, der Zellentrakt, und-und-und – alles gut erhalten und gepflegt. Zeitweise waren bis zu 1000 Sträflinge auf den drei kleinen Inseln. Erst 1954 verließen die letzten Strafgefangenen die Inseln. War die Strafe höher als 8 Jahre, so durften sie nicht mehr nach Frankreich zurück, sondern mussten in Guyana bleiben. Auf der Insel gibt es ein Hotel, in dem wir zweimal sehr gut gegessen haben. Außerdem gibt es noch 2 Gendarmen, die nicht mal unsere Pässe sehen wollten. Wir machten täglich herrliche Spaziergänge über die Insel. Leider leiden wir beide z.Zt. an einer schlimmen Augenentzündung und müssen dringend zum Augenarzt, deshalb entschlossen wir uns, heute sofort Richtung Trinidad abzufahren, wo wir in ca. 6 Tagen ankommen werden.

         

 

 

 

 

 

Cabedelo - Iles du Salut 31.03.2014 - 13.04.2014

Gestern, am 31.03.2014  sind wir um 16.45 Uhr mit dem ablaufenden Wasser aus dem glutheißen Cabedelo ausgelaufen. Hier auf See ist es endlich erträglich, allerdings müssen wir uns erst wieder an den Seegang gewöhnen. Wir sind auf dem Weg nach French Guyana und wollen dort vor der ehemaligen Gefängnisinsel (Papillon) ankern. 02.04. Position um 13.30. Uhr 4°28,1'S 36°17,5W Kurs 298° Rest 1086sm Wind SSE 2 Bft starke Regenfälle mit Gewittern. Haben gestern um 18.00 Uhr die Nordwestecke Brasiliens, das Cap Calcanhar passiert. 03.04. Mittagspos. 3°47,5'S 37°30,1'W Etmal 84sm Rest 1055sm Wind ENE 3 Bft haben gerade den Kurs weiter nach See abgesetzt, um in den Südäquatorialstrom zu kommen; Kurs 339° 04.04. Mittagspos. 03°04,1'S 38°17,1'W Rest 992sm Etmal 73sm Flaute,treiben, im Boot 35°C; gehe gleich auf das Achterschiff zur Salzwasserdusche. 05.04. Mittagspos. 02°26,8'S 39°07,5'W Etmal 65sm Rest 931sm Flaute, Regenschauer. 06.04. Mittagspos. 1°21.7'S 40°21,2'W Rest 835sm Etmal 100sm Kurs 297° Wind ENE 3 müssen laufend den Kurs korrigieren, da der Wind durch die vielen Regenschauer schralt. 07.04. Mittagspos. 0°20,3'S 41°56,8'W Wind NNE 4Bft Etmal 114sm Rest 721sm Kurs 310° knüppeln hoch am Wind dem Ziel entgegen, der NE Passat hat sich endlich durchgesetzt, hoffentlich dreht er noch etwas nach E.
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08.04.
Mittagspos. 0°49,1'N 43°12,5'W Wind ENE 4/5 Bft Etmal 102sm Rest 622sm haben gestern Abend den Äquuator passiert und mit einer eiskalten Flasche Bier angestoßen. Heute Nacht schwere Gewitter, sehr starke Regenschauer und laufende Winddrehungen, im Moment beruhigt es sich etwas.09.04. Mittagspos. 1°56,9'N 44°28,2'W Wind NE 4 Bft Etmal 100sm Rest 525sm Regenschauer. Hier schwimmen lange Streifen und große Felder einer Alge herum, sieht aus wie eine Kohlart. 10.04. Mittagspos. 2°47,1'S 46°13,2'W Wind NE 4/5 Bft Etmal 116sm Rest 407sm Kurs 292°. Heute Nacht erreichte der NE Passat fast Sturmstärke. Da wir hoch am Wind segeln, machte das Boot starke Stampfbewegungen. Manchmal dachte man, unten fliegen die Stahlplatten raus. Wir müssen diesen Kurs beibehalten, um nicht auf Legerwall zu kommen. 11.04.2014 Mittagspos. 3°41,5N 48°09,3'W Wind NE 5Bft Etmal 128sm Rest 282sm Kurs 289° grobe See. 12.04. 4°29'N 50°08,2'W Wind NE 3/4 Bft Etmal 127sm Rest 155sm Kurs 282° schönes Segeln im Passat. Gestern, am 13.04.2014, machten wir hier in der Bucht der Ile du Royal an der einzig verfügbaren Mooringtonne fest. Die ca. 60 Meter hohe, von üppiger, tropischer Vegetation überwucherte Insel nimmt einem erstmal den Atem, die Tierwelt auch. Gesehen haben wir schon eine Schildkröte, welche Angler fingen und wieder zu Wasser ließen, große knallbunte Papageien fliegen krächsend durch die Luft. Gestern Abend, als die Tagesgäste aus Kouro abgefahren waren, erschienen auf dem Rasen des Landeplatzes etliche Pelztiere (Murmeltiere?). Hühner und Hähne laufen hier frei herum. Heute Nachmittag wollen wir erstmals an Land, sind sehr gespannt auf die ehemalige Sträflingsinsel Papillion. Unsere Position 05°17'N 52°35,2'W.