Reparaturen beendet / Auf Martinique

Am Freitagvormittag kam der Monteur an Bord, um das defekte Iridiumgerät zu reparieren. Ich hatte schon herausgefunden, daß die Verbindung zwischen Computer und Iridiumtelefon defekt ist. Er riss die Verpackung eines kleinen Plastikteils auf, schloss es an das Telefon an und alles funktionierte. Als ich mir die Verpackung anschaute und dort den Aufkleber "Made in China" sah, verflog meine gute Laune sofort. Kosten der Reparatur: 260 €.
Nach etlichen Telefonaten wurde am Freitagnachmittag endlich unsere mit neuen Lagern versehene Selbststeueranlage angeliefert. Mit Hilfe unseres Krans (siehe Bild) montierten wir die Anlage und freuten uns anschließend über deren Leichtgängigkeit. Kosten 370 € - ein angemessener Preis.
Am Sonnabend und Sonntag mieteten wir ein Auto. Am Sonnabend besichtigten wir die Rumdestille Saint James, eine der ältesten auf der Insel. Anschließend besuchten wir das Bananenmuseum und erfreuten uns an den verschiedensten Bananensorten aus aller Welt. Am Sonntag fuhren wir nochmals in die Berge und machten eine lange Wanderung durch den herrlichen Regenwald. Wandern ist allerdings das falsche Wort, denn alles ist naß und feucht, die Füße glitschen durch den Modder, aber da das Sonnenlicht das Laubdach nicht durchdringt, kann man die Hitze aushalten. Anschließend nahmen wir in einem Bergfluß ein herrlich kaltes Bad. Anschließend fuhren wir zum höchsten Berg Martiniques, dem Mount Pele mit einer Höhe von 1300 Metern. Wir begannen sofort mit dem Aufstieg, aber bei 890 Metern war es für uns genug. Andere Grüppchen sind bis zum Gipfel des Vulkans gestiegen. Über die furchtbare Katastrophe, welche dieser Vulkan 1902 auslöste, werde ich später berichten.