05.07.2012 Haamene Bucht auf Tahaa und Bora Bora

Gestern Morgen verholten wir von der Apooiti Marina in den Hauptort Uturoa zur Proviantübernahme. Anschließend mit Motor zu nur 8 sm entfernten Bucht Haamene auf der Insel Tahaa. Wir ankerten im Scheitel der Bucht vor dem Örtchen. Tahaa ist die Vanilleinsel und wir hatten uns vorgenommen, eine Vanillefarm zu besichtigen. Tagsüber hatte es stark geregnet, gegen Abend klarte der Himmel auf und es war total windstill am Ankerplatz. Um kurz nach 19.00 Uhr ging der Vollmond auf und im Dorf begann ein großes polynesisches Tanzfest. Die Trommeln hallten von den Bergen wider. Wir saßen 2,5 Stunden im Cockpit und lauschten verzaubert dem wunderschönen Gesang und Tanz der Dorfbewohner. Zu wissen, das dieses keine Veranstaltung für Touristen war, sondern sie nur ihre alte Kultur pflegten, machte die Veranstaltung für uns unvergesslich. Heute Morgen machten wir die Wanderung durch den Regenwald zu einer Vanillefarm. Der Besitzer Herr Gustavo Matimo begrüßte uns herzlich und zeigte uns anschließend den ganzen komplizierten Prozeß der Vanilleschotengewinnung. Hier ein kurzer Abriss. Die Vanillepflanze ist eine Orchideenart. Sie wächst in der Erde und rankt sich um einen mannshohen Baum, den POU VALIRA. Um die Blüten der Vanillepflanze zu befruchten, bricht man ein Blatt des POU VALIRA ab und bestreicht mit dem Stengel des Blattes die Vanilleblühte - jede Blühte einzeln!!! Ist die Schote nach 9 Monaten reif und dunkelbraun, wird sie geerntet. Anschließend werden die Schoten von fleißigen Frauen nach Länge grob sortiert. Die kurzen Schoten gehen zur industriellen Vermarktung in die USA. Die anderen Schoten (bis 18 cm Länge) werden abwechselnd fermentiert und in der Sonne getrocknet. Dieser Prozess dauert nochmal 3 Monate. Dann werden die Schoten auf einem Holzbrettchen genau vermessen und entsprechend verpackt, anschließend per Flugzeug nach Europa versand. Hauptabnehmer sind Dänemark, die Schweiz, Frankreich und Deutschland. Warum Vanille so teuer ist, können wir jetzt nachvollziehen. Unsere Position: 16°38.1'S 151°29,2'W





Bora Bora

Am 05.07.2012 um 08.50 Uhr holten wir den Anker auf und segelten bei flauem Passat nach Bora Bora, wo wir um 20.20 Uhr an einer Mooring des Bora Bora Yachtclubs festmachten. Kurz vor Erreichen des Bojenfeldes, es war ja schon dunkel, wurde das Boot von drei heftigen Schlägen erschüttert. Eine Grundberührung kam nicht in Frage, nach langer Diskussion einigten wir uns auf eine Kollision mit einer grossen Schildkröte. Am nächsten Tage tauchte ich mehrmals unter dem Boot durch, konnte aber keine Beschädigungen feststellen. Bora Bora wird ja von vielen Menschen als schönste Insel der Welt beschrieben und die Bergkulisse und die türkisfarbene Lagune mit den Motus sind sehr beeindruckend. Nach einigen Tagen im Yachtclub verholten wir an die Ostküste und ankerten mitten in der Lagune zum Schnorcheln und Tauchen, denn hier sollten sich die grossen Mantas aufhalten, die wir dann auch im Wasser antrafen. Auf dem Außenriff liegen etliche Motus, wunderschön anzusehen mit Ihren schneeweißen Stränden. Auf jedem Motu stehen große Hotels. Diese bestehen aus einem oder mehreren Haupthäusern und vielen Strohhütten, welche alle im Wasser stehen. Alle Gebäude sind mit Palmenblättern gedeckt und fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Die "Strohhütten" sind natuerlich mit allem Komfort ausgestattet, außerdem mit einem Glasboden versehen und man kann vom Bett aus die Fische beobachten. Sehr gestört haben uns die vielen Speedboote, welche die Hotels versorgen und die Hotelgäste durch die Gegend kutschieren, außerdem liegt der Flugplatz in der Nähe und die andauernde Geräuschkulisse hat uns sehr gestört.

Am 09.07.2012 verholten wir zum Ausklarieren nochmals in den Yachtclub und lösten uns um 18.00 Uhr von der Boje, die Reise zu den Cookinseln hatte begonnen.

 


 

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