Mariana und Ouro Preto

Vom 05.04.2011 bis zum 07.04.2011 mieteten wir uns ein Auto (Opel Corsa) und fuhren ca. 450 km fast genau nach Westen ins Landesinnere. Ziel der Reise waren die alten Goldgräberstädte Mariana und Ouro Preto im Bundesstaat Minas Gerais. Früh morgens ging es los, wir genossen die Fahrt durch die schöne tropische Landschaft. Zuerst durchfuhren wir ursprünglichen Regenwald, dann zogen sich die Kaffeeplantagen endlos die Berge hoch, schließlich durchfuhren wir weites Weideland und ausgedehnte Zuckerrohrfelder. Am späten Nachmittag erreichten wir Mariana, suchten uns eine Pousada (Pension) und besichtigten die Stadt.
Um 1700 wurde das erste Gold gefunden, schon 1711 wurde Ouro Preto gegründet und 1721 wurde es zur Hauptstadt von Minas Gerais. Mit dem Gold wurden die besten Barockkünstler der damaligen Zeit verpflichtet. Stundenlang geht man durch beide Städte, welche durchgängig saniert sind; man kann gut nachempfinden, welcher Reichtum hier einst geherrscht hat.
Am nächsten Morgen fuhren wir zuerst zur ehemaligen Goldmine "Minas de Passagem". Die Mine wurde 1719 eröffnet und durch schwarze Sklaven betrieben. Nachdem wir den oberirdischen Teil besichtigt hatten, ging es mit der Kabelbahn 100 Meter in die Tiefe. Wir waren überrascht von der Größe der Tunnel, es gibt viele Seitenarme, das Ganze ist für Besucher völlig unübersichtlich. Unser Führer erklärte uns, wie das Gestein abgebaut wurde. Wieder am Tageslicht setzten wir unsere Fahrt nach Ouro Preto fort. Beide Städte liegen nur ca. 14 km auseinander, in der Mitte befindet sich die Goldmine. Am 07.04.2011 waren wir am späten Nachmittag wieder an Bord.

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