Martinique - vor St. Anne

Am 18.02.2015 vormittags haben wir die Marina Le Marin verlassen und nach einer Stunde Motorfahrt haben wir vor dem kleinen Städchen St.Anne im Süden Martiniques geankert. Der Wind ist z.Zt. sehr stark, aber wir liegen hier sehr geschützt in der "einsamen" Bucht zusammen mit ca. 200 anderen Yachten. Am Sonntag tobte hier der Karneval. Grosses Hallo, wir waren mit alten Freunden verabredet, mit Ihnen waren wir eine Zeit lang in Brasilien zusammen. Sie leben jetzt in der Marina Le Marin mit ihren Kindern auf ihrem Boot. Barbara sagt jetzt immer alle Yachten liegen hier im "Karibik Koma", denn außer mehrmals am Tag Schwimmen und abends an Land einen Pastis trinken ereignet sich hier nicht viel. Morgen erwarten wir Jürgen und Ingrid, sie kommen mit ihrer Yacht Josi von St.Lucia hier an. das wird ein freudiges Wiedersehen. Ich habe viele kleine Arbeiten am Boot erledigt. Unsere Rettungsinsel muß gewartet werden und gerade hat sich die Wartungsfirma aus Antigua per email gemeldet - sie können die Insel warten.Wir freuen uns, denn mit abgelaufener Wartung der Rettungsinsel den Nordatlantik zu überqueren scheint uns nicht ok.

Reparaturen beendet / Auf Martinique

Am Freitagvormittag kam der Monteur an Bord, um das defekte Iridiumgerät zu reparieren. Ich hatte schon herausgefunden, daß die Verbindung zwischen Computer und Iridiumtelefon defekt ist. Er riss die Verpackung eines kleinen Plastikteils auf, schloss es an das Telefon an und alles funktionierte. Als ich mir die Verpackung anschaute und dort den Aufkleber "Made in China" sah, verflog meine gute Laune sofort. Kosten der Reparatur: 260 €.
Nach etlichen Telefonaten wurde am Freitagnachmittag endlich unsere mit neuen Lagern versehene Selbststeueranlage angeliefert. Mit Hilfe unseres Krans (siehe Bild) montierten wir die Anlage und freuten uns anschließend über deren Leichtgängigkeit. Kosten 370 € - ein angemessener Preis.
Am Sonnabend und Sonntag mieteten wir ein Auto. Am Sonnabend besichtigten wir die Rumdestille Saint James, eine der ältesten auf der Insel. Anschließend besuchten wir das Bananenmuseum und erfreuten uns an den verschiedensten Bananensorten aus aller Welt. Am Sonntag fuhren wir nochmals in die Berge und machten eine lange Wanderung durch den herrlichen Regenwald. Wandern ist allerdings das falsche Wort, denn alles ist naß und feucht, die Füße glitschen durch den Modder, aber da das Sonnenlicht das Laubdach nicht durchdringt, kann man die Hitze aushalten. Anschließend nahmen wir in einem Bergfluß ein herrlich kaltes Bad. Anschließend fuhren wir zum höchsten Berg Martiniques, dem Mount Pele mit einer Höhe von 1300 Metern. Wir begannen sofort mit dem Aufstieg, aber bei 890 Metern war es für uns genug. Andere Grüppchen sind bis zum Gipfel des Vulkans gestiegen. Über die furchtbare Katastrophe, welche dieser Vulkan 1902 auslöste, werde ich später berichten. 

    

Von St. Lucia nach Martinique / Auf Martinique

Am 03.02.2014 waren die 22sm nach Martinique schnell abgesegelt und bereits um 16.10 Uhr waren wir in der riesigen Marina Le Marin im Süden Martiniques fest. Es ist nicht allein die Marina, davor erstreckt sich ein unübersichtliches Anker- und Mooringfeld und man sieht, soweit man sehen kann, nur Masten. Große Flächen der Marina sind von den diversen Charterfirmen belegt. Hier kommen täglich Charterboote an, werden gewartet und neue Gäste gehen an Bord. Oft sehe ich zu, wie aufwändig die Wartung der Charterboote ist (meistens große Katamarane mit 10–12 Leuten an Bord) Gerade eben wurde ein Grill mit Unmengen Backofenspray von der Wartungsgang gereinigt. Am Sonnabend und Sonntag mieteten wir ein Auto. Bei schönem Wetter erkundeten wir am Sonnabend den Süden der Insel. Am Sonntagmorgen bei strömenden Tropenregen fuhren wir unsere Freundin Anne zum Flughafen, ihr Urlaub war leider zu Ende. Anschließend fuhren Barbara und ich in die Berge, besichtigten den einmalig schönen Botanischen Garten bei immer noch bei strömendem Regen, der uns nicht viel ausmachte, da es ja sehr warm ist. Die Landschft mit ihren steilen Vulkankegeln und tiefen Schluchten und dem Regenwald nahm uns derart gefangen, dass wir beschlossen, nochmals ein Auto zu mieten.

  

Leider müssen z.Zt. wieder etliche Reparaturen ausgeführt werden. Die Lager unserer Selbststeueranlage sind fest und das Hilfsruder muss neu gelagert werden. Wie das schwere Teil abbauen, ohne das Boot aus dem Wasser nehmen zu müssen? Aus einem unserer Spinnakerbäume bauten wir einen stabilen Kran und schwupp, lag das schwere Teil auf dem Ponton. Gestern wurde es abgeholt und am Donnerstag soll es wieder angeliefert werden. Gestern fiel plötzlich unsere Iridiumanlage aus, die Verbindung zwischen Computer und dem Telefon ist nicht ok - der Service, den es hier zum Glück gibt, kommt heute Nachmittag.

 

 

Nach Rodney Bay

Am Morgen des 30.01.setzten wir die Reise fort, unter Motor, da der Passat durch die hohen Berge nicht zum Tragen kommt. Wir genossen bei schönem Wetter die Fahrt entlang der Westküste St. Lucias. Eine Meile vor unserem Ziel, der Rodney Bay Marina, ließ die Drehzahl schnell nach und der Motor stoppte. Zur gleichen Zeit hatte der Wind aufgefrischt und kam genau von vorne. Im gleichen Augenblick passierte in einigem Abstand ein Motorboot, ich pfiff und winkte und der nette Mann schleppte uns in die Rodney Bay Marina. Für heute hatte ich genug Abenteuer! Gestern Morgen untersuchte ich den Motor und fand schnell heraus, dass eine Brennstoffleitung gebrochen war. Ich wanderte zu einer Spezialfirma, dort wurde sofort für wenig Geld eine neue Leitung angefertigt. Hurra, jetzt schnurrt der Motor wieder. Unsere Position 14°04,7'N 60°57'W.

Am Sonntag, den 01.02.2015 wanderten Barbara und Anne ins nahegelegene Dorf. Begeistert waren sie von den Aktivitäten am Strand. Kinder spielten und ritten mit Pferden. Die Pferde wurden ohne Sattel geritten. 

 

Von St. Vincent nach St. Lucia

Am 29.01.2015 um 08.10 Uhr lösten wir uns von der Mooring, da der Passat durch die hohen Berge St. Vincents total abgedeckt war, motorten wir entlang der Küste Richtung Norden. Kurz vor passieren des riesigen Vulkans. Soufriere kamen die ersten Böen herangefegt, wir setzten die Segel und kurze Zeit später bei sehr starkem Wind (E 6/7 Bft) segelten wir Richtung St. Lucia. Schon um 11.30 Uhr nahm der Wind ab und wir segelten wieder im normalen Passat. Um 16.20 Uhr machten wir an einer staalichen Mooring direkt unterhalb der berühmten Pitons fest und genossen den ganzen Abend den herrlichen Blick auf dieses Naturwunder. Unsere Position 13°50,9'N 61°03,8'W                                                                                                                                                

 

Pirates of the Caribbien / Captain Sparrow

Am 28.01.2015 um 08.30 Uhr lösten wir uns von der Mooring. Schon um 13.15 Uhr machten wir an der Mooring in der Keartons Bay auf St. Vincent fest. Eigner der Mooring sind Rosi und Orlando, welche hier das ROCK SIDE CAFFE betreiben und den TO Stützpunkt unterhalten. Orlando holte uns mit seinem Boot ab und wir bestellten bei Rosi unser Abendessen. Wir wollten hier ausklarieren und mußten in die nächste Bucht wandern, da sich dort eine Zollstation befindet. Die Bucht rägt den Namen WALLILABOU BAY und hier wurde der bekannte Film PIRATES OF THE CARIBBIEN mit JOHNNY DEPP gedreht. Als wir die Bucht erreichten, sahen wir sofort die vielen Requisiten, die die Filmteams hier zurück gelassen haben. Die untenstehenden Bilder sprechen für sich. Nach einem schönen Abend mit Rosi setzten wir am nächsten Morgen die Reise fort. Unsere Position 13°13,9'N 61°16,5'W

       

Anne an Bord, zurück nach Bequia

Am 21.01. fuhren wir mit dem Maxi Taxi in die Hauptstadt Kingstown. Beeindruckt haben uns die vielen Bauten im Kolonialstil. In dem neuen, großen, luftigen Markt kauften wir diverse Gemüsesorten, außerdem einen großen Beutel Muskatnüsse, die hier sehr billig und von guter Qualitaet sind. Überall in der Stadt findet man Gemüse - an Gemüsestand und uns war schnell klar, dass viele Menschen versuchen, die Früchte ihres Gartens hier zu verkaufen. Am 22.01. fuhren wir zum kleinen Airport, wo unsere Freundin Anne pünktlich mit dem Flugzeug landete. Abends an Bord gab es erstmal; einen kräftigen Rumpunsch. Morgens um 07.30 Uhr lösten wir uns von der Mooring und nahmen in der Marina noch Frischwasser auf, setzten die Segel und bei schönem Wetter segelten wir wieder nach Beqauia, wo wir schon um 11.00 Uhr an der Mooring fest waren. Heute sind wir erstmal durch das Dorf geschlendert, an dem herrlich weißen Strand haben wir ausgiebig gebadet und geschnorchelt. Heute Morgen haben wir von einem Fischer drei lebende Hummer zum Preis von 13 Euro gekauft, wir werden sie heute Abend essen.

   

 

 

BEQUIA - ST. VINCENT 20.01.2015

Gestern, am 20.01.2014, segelten wir bei schönem Wetter und leichter Brise von Bequia nach St. Vincent. Die kurze Distanz von 8 sm war schnell abgelaufen. Wir liegen hier in der Blue Lagoon hinter einem Riff. An dem kleinen Strand liegen Wracks, u.a. 2 Segelyachten und ein unbeschädigtes Freifall-Rettungsboot. Auf meine Frage erklärte man mir, alle Schiffe seien während des Hurricanes Thomas auf den Strand geworfen worden. Ich nenne diese Bucht daher "wrack bay".
Unsere Position:13°07,5'N 061°11,5'W

Bequia, die Insel der Seefahrer und Walfänger

Wir liegen noch in der sehr sicheren Admiralty Bay in Bequia. Hier werden in mehreren Werkstätten sehr detailgetreue Modelle, hauptsächlich von Walfangbooten, gebaut. 1870 brachte William Thomas 2 gebrauchte Walfangboote nach Bequia. Die Boote hatte er 2nd Hand in Nantucket auf Marthas Vineyard in Amerika gekauft. Dieses war der Beginn des Walfangs auf Bequia. Noch heute, während der Fangsaison von Februar bis April gehen die Einwohner auf Walfang. Vom IWC (International Whaling Comission) ist Ihnen eine Quote von 4 Walen pro Jahr zugesprochen worden. Der letze Wal wurde 2013 gefangen. Auch der Schiffbau hat hier eine lange Tradition. Zwischen 1930 und 1990 wurden auf Bequia 70 grosse Schoner gebaut, der größte maß 131 Fuss.

     

 

Maryreau Island - Bequia

Am Mitwoch, den 14.01.2014 war der Anker auf. Vor uns hatte ein französicher Katamaran gelegen und zwar direkt über unserem Anker. Während des Ankerhievens ging der Kat mit der Maschine voraus und das Anker aufnehmen war kein Problem. Bei steifem Passat und hoch am Wind, segelten wir Richtung Bequia. Vor der Admiralty Bay mußten wir noch 2 Kreuzschläge machen und um 15.40 Uhr waren wir an der Mooring in der Admiralty Bay von Bequia fest. Endlich liegt das Boot mal ruhig, denn auf den vorherigen Ankerplätzen hatte das Boot immer stark gerollt. Hier wie auf den anderen Inseln kommen laufend fliegende Händler mit ihren Booten vorbei. Einer winkt mit einem lebenden Lobster, gestern Morgen wurde frisches Baguette für 15 EC$ = 5€ (East Caribbean Dollar) angeliefert und gerade eben erschien der Fotograf und bot uns ein wunderschönes Foto von unserem Boot an, welches er gestern auf See von uns aufgenommen hatte. 30€ sind aber auch ein stolzer Preis. Man sagt hier " EC$ come, EC$ go.........Unsere Pos. 13°00,6'N 061°14,4'W