Kapstadt-Lüderitz 17.01. – 22.01.2014

Abschied von Kapstadt
Am Dienstag, den 14.01.2014 war der Einbau der elektrischen Ankerwinde endlich beendet. Jetzt mußte das Boot gründlich gesäubert und wieder eingeräumt werden. Am Donnerstag wurde Proviant eingekauft und verstaut. sowie bei den verschiedenen Behörden ausklariert. Gestern, am Freitag, den 17.01.2014 wollten wir morgens auslaufen. Der Motor wurde gestartet und stoppte nach wenigen Minuten. Diagnose: Filter dicht. Ich wechselte die Filter; hierbei stellte ich fest, daß der Diesel mit Wasser versetzt war, welches ich abließ. Anschließend ließ ich von der Werft noch einen Filter/Wasserabscheider einbauen und um 17.45 Uhr konnten wir endlich auslaufen. Auf See wenig Wind und Flauten durch die Abdeckung des Tafelberges. Langsam wurde der Wind stetiger und heute segeln wir im vollen Passat Richtung Lüderitz. Nachts ist es jetzt sehr kalt und wir tragen Fleeceunterwäsche und Ölzeug. Der kalte Benguelastrom, welcher sehr kaltes Wasser aus der Antarktis nach Norden schiebt, ist die Ursache. Mittagpos.: 33°02'S 17°41'E Wind S 4Bft. Wasser 17° Luft 18° 19.01.2014 Mittagspos. 31°12,9'S 16°48,3'E Wind SSE 4/5Bft Etmal 119sm schönes Wetter aber kalt 20.01.2014 Mittagspos. 29°32,8'S 16°06,7'E Kurs 343° Wind AAE 3Bft.Restdistanz 183sm Etmal 106 sm, es wird langsam wärmer. 21.01.2014 Mittagspos. 27°39'S 15°24,1'E Wind SSE 4Bft fahren im Abstand von 5 sm die namibische Küste entlang. Können aber nichts sehen, da dichter Nebel. Restdistanz 64 sm. Nachdem wir am letzten Tag durch dichten Nebel gesegelt sind, kamen wir in guter alter Tradition am 22.01.2014 um 03.20 Uhr auf der Reede von Lüderitz an. Festgemacht wird hier an Bojen. Die Einklarierung war freundlich und schnell, Stempel in den Pass, kurz zum Zoll und Harbourmaster und fertig. Anschließend wanderten wir durch die Stadt und rieben uns die Augen. Überall gut erhaltene wilhelminische Gebäude, eine wahre Zeitreise in die deutsche Kolonialgeschichte! Staunend standen wir vor der Turnhalle mit den "4 F's": Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei ist die deutsche Turnerei. Das Gebäude der Woermann-Reederei steht in seiner Pracht mitten in der Stadt, in der Bismarkstr. steht das Pupkewitz-Haus der deutschen Kolonialgesellschaft, Hafenamt, Krabbenhöft und Lampe, alte Post, und und und. Von den Trans-Ocean-Stützpunktleitern Beate und Günther wurden wir ganz herzlich in Ihrem wunderschönen Haus willkommen geheißen und abends gingen wir zusammen essen. Die Austern, welche ich als Vorspeise aß, sind mir gut bekommen. Sie werden hier an der Küste geerntet.
Soweit für heute!

 

 

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