Homeward Bound, III.und letzter Teil: über europäische Häfen 21.07.-12.09.2015

22.07.2015: Am 21.07.2015 warfen wir um 12.15 Uhr die Leinen los und segelten mit ablaufender Tide aus der Bucht von Brest. Um 15.00 Uhr drehte die Tide und mit dem auflaufenden Wasser drehten wir in den Englischen Kanal ein. Während der ganzen Reise kam der Wind aus SW mit einer Stärke von nie mehr als 2 Bft. Trotzdem machten wir mit dem Strom über längere Zeit 6 kn Fahrt. In der Nacht, vor der Insel Ile de Batz war dann der Spaß vorbei, der Strom kam jetzt gegenan und unsere Fahrt ging gegen 0. Als dann die Tide wieder drehte, ging es, immer noch mit Wind SW 2 Bft flott weiter und um 10.00 Uhr am 22.07 2015 starteten wir den Motor und waren um 10.20 Uhr in der Marina in Trebeurden fest. Dieses ist ein typischer Hafen der Bretagne. Die Einfahrt und Zufahrt des Hafens fällt bei Ebbe total trocken durch ein Süll, welches man nur bei einem gewissen Wasserstand passieren kann, bleibt im Hafen genügend Wasser, damit die dort liegenden Schiffe immer schwimmen. Unsere Position: 48°46,2'N 3°35,1'W Gestern Abend lief eine ganze Flotte holländischer Boote ein. Ich hatte eine nette Unterhaltung mit einem der Skipper. Er erzählte mir, sie wollten alle zur Belle Ile in der Biskaya und dann an der englischen Südküste zurück nach Holland - eine schöne Sommerreise. Sie haben aber von Holland schon 5 Wochen hierher gebraucht, da das Wetter durchgehend schlecht war. 24.07.2015 Eingeweht - Seit gestern ziehen 2 Tiefdruckgebiete über uns hinweg. Regen, starker Wind, der Sturm kommt noch - wir müssen warten, was nicht schwer ist, da wir hier im Hafen sicher liegen. Seit gestern bullert unser Reflex-Ofen und im Boot ist es mollig warm. Hier ein Auszug aus dem heutigen Wetterbericht: Low just W of Fitzroy (das ist das Wettergebiet westl. des Englischen Kanals) 1008 expected southern Plymouth 1002 by Midday tomorrow. Portland, Plymouth (das ist unser Wettergebiet) variable 4 becomming cyclonic mainly NE 5 to 7, Gale 8 in Plymouth. Da gehen wir doch besser zum Bäcker und holen uns ein leckeres Stück Kuchen. 31.07.2015 Nachdem wir fast eine Woche in Trebeurden gelegen hatten und ein Sturmtief nach dem anderen über uns hinweg gezogen war, legten wir endlich am 28.07.2015 um 07.00 Uhr ab. Bei noch sehr starkem Wind ging es flott Richtung Guernsey, wo wir abends genau bei Stauwasser ankamen und um 21.20 Uhr vor St. Peter Port ankerten und anschließend sofort in die Kojen fielen. Am nächsten Morgen, den 29.07. ging es mit der Tide um 07.00 Uhr Anker auf Richtung Alderney/Cherbourg. Um 12.00 Uhr war der Spaß vorbei, das Boot machte trotz des starken achterlichen Windes keine Fahrt mehr voraus; im Gegenteil, wir machten in der hohen, achterlichen, steilen, sich laufend brechenden See Fahrt über den Achtersteven, denn wir hatten jetzt den vollen Tidenstrom gegenan. Drei lange Stunden mussten wir ausharren. Endlich um 15.00 Uhr ging es langsam voran und es dauerte nicht lange und mit 8 kn Fahrt näherten wir uns rasch Cherbourg, wo wir um 20.45 Uhr an einem Ponton sehr erschöpft festmachten. Am nächsten Morgen, den 30.07.2015, warfen wir um 06.05 Uhr die Leinen los und seglten, die ersten 40 Min. noch unter Motor Richtung St. Vaast in der Normandie, wo unsere französischen Freunde von der Alioth ( mit Ihnen waren wir in Patagonien mehrmals zusammen) schon seit Tage auf uns warteten. Aber diese kleine Reise hatte es in sich! Da wir es durch segeln nicht schafften vor Schließung der Schleuse rechtzeitig anzukommen, starteten wir den Motor. Schnell stellte sich heraus, dass der defekte Niro-Auspuff ein sehr großes Loch hatte und sehr viel Wasser in die Bilge strömte. Ich konnte auch nichts reparieren, da wir uns zu dicht unter Land befanden. Aber wir haben eine Whale Gusher Handpumpe mit der ich locker die Bilge trocken halten konnte. Nach eine halben Stunde riss jedoch der Gummibalg und die Pumpe war nutzlos. Unsere elekrische Bilgepumpe lief auch, aber es stellte sich heraus, dass die Durchflußlöcher in den Spanten viel zu klein sind. Also startete ich unsere elektrische Impeller-Lenzpumpe, welche ich vor einem Jahr überholt hatte. Sie startet sofort, förderte aber kein Wasser. Jetzt erinnerte ich mich an den alten Spruch "die beste Lenzpumpe ist ein Mann mit einem Eimer" und tatsächlich gelang es, mir den Wasserstand im Maschinenraum konstant zu halten, zwischendurch nahm ich noch die Segel weg und machte die Leinen und Fender klar - das war echter Sport!!!! um 11.45 Uhr am 30.07. waren wir endlich in St. Vaast fest, wo unser Freund Dominique uns schon erwartete. Seit einiger Zeit haben wir ein ganz wenig Wasser in der Bilge im Maschinenraum, ich konnte aber das Leck nicht finden. Da die Bilge auf Grund des gestrigen Abenteuers ölig ist, sah ich heute Morgen ein feines Rinnsal aus einer Schweißnaht entweichen. Das Boot kam sofort an Land und jetzt werden folgende Reparaturen ausgeführt. Auspuff Instand setzten, Tank reinigen, neue Separ-Doppelfilteranlage einbauen, Schweißnaht-Lecksuche und schweißen. Wir liegen hier in dem schönen Städtchen St. Vaast und fühlen uns hier sehr wohl, in der Austernbar der Fischereigenossenschaft nur ein paar Meter vom Boot entfernt, ließ ich mich gestern gleich nieder. Die große Fischereiflotte bringt laufend frischen Fisch und wir haben viel Spaß mit der Crew von der Alioth, wir sollen auch unbedingt im Haus von Dominique schlafen, was wir auch machen werden. Unsere Position: 49°35,3'N 1°15,9'W. 06.08.2015 Seitdem wir an Land stehen, wohnen wir bei unseren Freunden Dominique und Arielle. Das schloßähnliche Anwesen nimmt uns ganz gefangen. Die Haupthalle hat ungefähr den Grundriss unseres Hauses und wieviel Zimmer es gibt, wissen wir nicht. In dem wunderschönen Park gibt es neben Obstbäumen herrliche, hohe Palmen sowie einen großen Wallnußbaum. Vor einigen Tagen waren wir bei Christiane und Luc in Barfleur eingeladen ( alle vier zusammen bilden die Crew der SY ALIOTH). Schon wieder standen wir vor einem schloßähnlichen Anwesen, früher war das Gebäude ein Teil eines Klosters. Gestern zeigte Luc mir den Weinkeller - ich war platt. Der Landstrich von Cherbourg nach Süden trägt den Namen Cotentin. Vorgestern haben wir mit den Mitgliedern des Segelvereins und einem Historiker eine Exkursion durch Contentin gemacht. Das Thema war der 100 jährige Krieg zwischen Frankreich und England. Die nette Englischlehrerin Francoise hat für uns die Vorträge des Historikers übersetzt. Schon morgens wurde uns gesagt, dass wir abends im "Hause" eines Segelkameraden ein Picknick einnehmen werden. Als wir dann abends in eine lange schnurgerade private Allee einbogen, ahnte ich schon wo wir landen und richtig, plötzlich fuhren wir über eine Brücke durch einen Torbogen und befanden uns in einem riesigen Schlosshof, der ungefähr die Abmessungen eines Fußballfeldes hat. Jeder hatte etwas zu Essen mitgebracht und der riesige Tisch in der Küche füllte sich schnell mit den herrlichsten Lebensmitteln. Das Schloß, wie es sich gehört, ist von einen Wassergraben umgeben und hat derartige Dimensionen, dass Die Familie nur einen Flügel bewohnt. Wir wurden gleich eingeladen, die Privatgemächer anzusehen. Alles aber auch wirklich alles ist viele hundert Jahre alt, sogar uraltes Blechspielzeug stand in den Regalen. In einem der Keller befindet sich eine achteckige Zisterne voll Wasser, welches über eine Leitung vom Berg in die Zisterne geleitet wird. Es dauerte nicht lange und die Party war in vollem Gange, stundenlang wurde gegessen und fröhlich getrunken. Als Dank hielt ich eine kleine Ansprache und zum Schluß riefen alle: Vivat l´Europe!!!!
Unsere  Reparaturen gehen leider nur in Zeitlupe voran. Gestern wurde endlich das Dieselöl abgepumt und die 3 Mannlöcher geöffnet. Die Deckel werden gerade neu angefertigt, da auch hier der Voreigner nicht fachgerecht gearbeitet hat. Unser neuer Auspuff ist auch in Arbeit, aber noch nicht fertig. Die Filteranlage ist eingebaut aber die Brennstoffleitung fehlt noch. 12.08.2015 Gestern, nachdem wir nun schon über eine Woche an Land standen, wurden innerhalb von 3 Stunden alle Reparaturen ausgeführt und um 15.00 Uhr war das Boot wieder im Wasser. Alles ist ok und wir können die Reise fortsetzten, müssen nur noch auf den richtigen Wind warten. Gestern Abend haben wir die ganze Alioth Crew zum Dinner im Hotel/Restaurant LES FUCHSIAS eingeladen und dort 3 Stunden getafelt. 16.08.2015 Vor einigen Tagen befragte uns eine Journalistin nach unserer Reise. Am Dienstag erschien dann ein schöner Artikel mit großem Bild der RESOLUTE in der hiesigen Zeitung LA MANCHE LIBRE. Am Donnerstag Abend lud uns Elisabeth nochmals zum Dinner ein. U.a. gab es einen Hummer, den Luc am Morgen aus seinem Hummerkorb entnommen hatte, denn jeder Einwohner hier hat das Recht 2 Hummerkörbe auszulegen. Hummer ist hier ein ganz normales Lebensmittel und billiger als Rindfleisch. Anschließend hörten wir in der Kirche von Barfleur alle ein Klavierkonzert. In der Kirche gibt es ein großes Buntglasfenster, welches an die Befreiung von den Deutschen am 21.Juni 1944 erinnert.Am Freitag, den 14.08.2015 um 08.30 Uhr warfen wir endlich die Leinen los  vorher waren Dominique, Arielle und Elisabeth gekommen um uns zu verabschieden. Bei sehr flauem achterlichen Wind setzten wir den Blister. Um 14.00 Uhr sprang der Wind auf NW um uns nahm kräftig zu, jetzt ging es flott voran. Um 02.00 Uhr in der Nacht ließ der Wind leider nach und wir schütteten das Reff aus. Am 15.08.2015 14.00 Uhr - Flaute. 20 sm vor unserem Ziel mussten wir den Motor starten um nicht die Tide vor Boulogne zu verpassen.Um 16.30 Uhr waren wir in Boulogne fest, die 130sm lange Reise war beendet. Unsere Pos. 50°43,5'N 1°35,9'E 22.08.2015 Da der Wetterbericht für die folgenden Tage Flaute angesagt hatte, fuhren wir mit dem Zug nach Antwerpen, mieteten uns in einem kleinen Hotel ein und erkundeten diese spannende Stadt, in der ja Peter Paul Rubens gelebt und gewirkt hat. Jeden Tag 2 Museen, da ist man abends fertig und kann nur noch in einer der zahlreichen Musikneipen der Livemusik zuhören. Die Stadt hat uns derart begeistert, dass wir beschlossen, nochmals dort richtig Urlaub zu machen. Am Donnerstag Abend waren wir wieder an Bord. Trotz Flaute verließen wir Boulogne schon am Freitag, den 21.08.2015 um 02.00 Uhr morgens. Bei mitlaufender Tide machte das Boot über einen lägeren Zeitraum eine Geschwindigkeit von über 9 kn, leider unter Maschine. Schon um 08.20 Uhr waren wir in Dünkirchen fest, die 44 sm abgelaufen Unsere Pos. 51°02,6'N 2°22,3'E 24.08.2015 Gestern Nachmittag am 23.08.2015 sollte der Wind für wenige Stunden aus SW wehen. Da die Vorhersage eintraf und die Tide gerade passte, verließen wir Dünkirchen um 15.30 Uhr. Bei teils kräftigem Regen erreichten wir Oostende schon um 19.40 Uhr. Wir werden wohl einige Tage hier verbringen müssen, denn die Wettervorhersage ist sehr schlecht. Unsere Pos. 51°14'N 2°55,3'E 28.08.2015 Gestern, am 27.08.2015, verließen wir um 07.00 Uhr den Hafen von Oostende. Obwohl das Wetter sehr schlecht war, SW 6/7 Bft und schwere Regenschauer, hatten wir uns zum Auslaufen entschlossen, da der Wind aus der richtigen Richtung kam. Abends um 18.00 Uhr passierten wir schon Rotterdam. Heute ist das Wetter besser, kein Regen mehr, um 12.00 Uhr war Vlieland querab. Unsere Pos. 53°18,5'N 4°53,5'E  29.08.2015 um 14.40 Uhr standen wir vor der Elbmündung. Leider war gerade Hochwasser und totale Flaute, so mussten wir den Motor starten und gegen die Tide bei zeitweise einer Fahrt von nur 3,2 kn nach Cuxhaven fahren. Um 21.20 Uhr waren wir in Cuxhaven fest. In der alten Fischerkneipe "ELBE I" feierten wir noch unsere Rückkehr nach Deutschland.In Cuxhaven wurden wir von einem Vorstandsmitglied des TO herzlich willkommen geheißen, ein Stander des TO wurde uns überreicht. Das maritime Flair Cuxhavens hat uns wieder sehr gefallen. Sehr sehenswert ist das neue Fischereimuseum "Windstärke 10", wo wir viele Stunden verbrachten. Hier wird die gesamte Geschichte der deutschen Hochseefischerei z.T. mit packenden Filmen welche die Fischdampfer in hoher See vor Island zeigen, dem Besucher nahegebracht. Sehr erstaunt waren wir, dass noch etliche Yachten mit denen wir in Cuxhaven zusammen lagen, zu dieser späten Jahreszeit auf große Fahrt gehen. Am 03.09. um 13.00 Uhr warfen wir die Leinen los und mit der Tide ging es schnell elbaufwärts. Um 16.20 Uhr warteten wir vor der alten Südschleuse auf das Einfahrtssignal. Südlich der Schleuse gab es immer mehrere Pfähle, damit die Yachten, die dort manchmal recht lange auf das Signal warten müssen, daran festmachen können, denn der Strom vor Brunsbüttel ist sehr stark. Leider wurden diese Pfähle entfernt - warum??????? Um 17.30 Uhr waren wir im Yachthafen Brunsbüttel fest. Gestern, am 04.09., haben wir 40 km im Nord-Ostsee Kanal zurückgelegt. Auch gestern begegneten uns wieder Yachten, die auf große Fahrt gehen. Eine finnische Yacht trug den Namen "FREE NOW", das fanden wir passend. Wir liegen jetzt vor der Schleuse des Giselau-Kanals und bleiben heute hier in der schönen Natur. Am 06.09.2015 um 07.45 Uhr warfen wir die Leinen los und bei kaltem, windigen Wetter ging es im Kanal weiter ostwärts. Erstaunt waren wir dann vor den Holtenauer Schleusen, die alten Schleusen waren gesperrt und wir mussten einige Zeit an einem Warteponton liegen. Um 13.50 Uhr verließen wir die Schleuse und - hurra - waren wieder in der Ostsee. Als wir in Schilksee einliefen, kamen genau zur gleichen Zeit unsere Freunde Heidi und Peter mit ihrer Yacht DÜVEL OK um die Mole - das gab ein tolles Wiedersehen. Am 07.09. verließen wir um 10.00 Uhr Schilksee (in der Ostsee ist immer morgens um 10.00 Uhr Hochwasser!) und bei herrlichem Segelwetter ging es Richtung Orth, wo wir um 18.15 Uhr festmachten. Gestern, am 09.09., segelten wir bei schönstem Wetter von Orth nach Grömitz, wo wir jetzt liegen. Aufgefallen ist uns, dass alle Yachthäfen total voll sind. Z.B. liegen wir hier in Grömitz an der Mole, Hier liegt man sehr schlecht an Pfählen, wir konnten keinen anderen freien Platz finden. Am 12.09.2015 verließen wir bei schönstem Wetter um 10.00 Uhr Neustadt und segelten Richtung Travemünde. An der Tonne 2 des Travereviers kamen uns 13 über die Toppen geflaggten Yachten unseres Segelclubs entgegen. Welch ein Empfang!!! An der Travemünder Mole hingen große Willkommensplakate und viele Menschen winkten dem Konvoi zu. Um 14.15 Uhr waren wir an der Lotsenbrücke fest. Dort wurden wir von den Lotsen und der Schiffergesellschaft mit Musik, Sekt und Blumen begrüßt. Um 15.00 Uhr legten wir ab und fuhren im Konvoi zu unserem Verein, dem YKL. Um 16.30 Uhr kamen wir dort an. Um 18.00 Uhr startete die große Party. Die gesamte Familie sowie alle Freunde und Vereinsmitglieder feierten mit uns unsere Weltumseglung bis in den frühen Morgen!
Noch etwas Statistik: Wir legten 41095 sm zurück, darunter 7069 sm unter Motor.


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Homeward Bound, Teil II, 04.07.-18.07.2015

02.07.2015 Mit Wehmut verlassen wir diese Inseln. Es ist so schön und angenehm hier, so dass viele Segler mit ihren Booten gleich hier bleiben. Sie beantragen einen "Residenz-Status" und zahlen dann nur eine ganz geringe Liegegebühr. Wasser und Strom sind sowieso frei. Das Duschen kostet nur 2 € und ein weißes Handtuch erhält man ebenfalls jedesmal, wenn man duscht. Ein Mittagessen kostet 6,50 € sowieso ist hier alles billig. Aus diesem Grund ist der Hafen voll mit europäischen Dauerliegern. Um 15.15 Uhr, direkt nach Durchzug einer Kaltfront, warfen wir die Leinen los. Nach kurzer Zeit stoppte der Motor - Filter verstopft. Wir versuchten stundenlang zu segeln, die Filter hätte ich später auswechseln können. Aber die Flaute war total und das Boot torkelte in der alten Dünung. Da wir auf einen Felsen zu treiben drohten, rief ich die Marina an und bat um Schlepphilfe. 20 Minuten später war das Boot da und schleppte uns wieder zurück in die Marine - ohne Kosten! Ich gab dem Schiffsführer einen angemessenes Betrag. Um 20.50 Uhr lief der Motor wieder, leider hatte der Wind inzwischen auf NE gedreht, genau in die Richtung, in die wir wollen; also müssen wir warten, bis der Wind wieder auf West dreht. 05.07.15 Gestern am 04.07. sollte sich während der Nacht endlich der richtige Wind einstellen. Daher warfen wir um 18.30 Uhr die Leinen los. Zuerst mußten wir noch 1,5 Std motoren, dann setzte zaghaft der Wind ein und heute segeln wir bei gutem SW dem Englischen Kanal entgegen. Mittagspos. 39°34'N 28°oo'W Wind W 4Bft Kurs 20°, Rest 1148sm. 06.07.2015 Mittagspos.40°49'N 26°03'W, Kurs 51° Wind NW 5 Bft grobe See, Boot rollt stark. Etmal 119 sm, Rest bis Falmouth 1033sm. 07.07.2015 Schleichen uns mit 3 kn an der Westflanke des Azorenhochs entlang. Mittagspos. 41°33'N 24°59'W Wind SW 2 Bft Kurs 40° Etmal 68sm, Rest 968sm. Heute gibt es Pizza - hurra. 08.07.2015 Sind die letzten 24 Stunden am Azorenhoch entlang geschlichen. Jetzt macht sich der Wind des westlich liegenden Tiefs bemerkbar und wir kommen gut voran. Mittagspos.42°20'N 24°02'W Wind SSW3/4 Bft Kurs 62° Etmal 67sm, Rest 906sm. 09.07.2015 Endlich mal Wind und Sonne! Mittagspos.42°59'N 22°23'W Kurs 54° Etmal 83sm Rest 824sm 10.07.2015 Mittagspos. 43°57'N 20°23'W Kurs 55° Wind W3/4 Etmal 105sm Rest 719sm Gestern Abend hat uns eine Kaltfront passiert und wir haben während der Nacht gute Fahrt gemacht. Jetzt lässt der Wind leider wieder nach. 11.07.2015 Mittagspos. 44°57'N 18°14'W Wind SW 4/5 Bft Kurs 64° Restdistanz jetzt immer bis Quessant: 576sm Boot rollt sehr stark in hoher achterlicher Dünung und See, außerdem ist es sehr kalt,wo ist der Sommer? 12.07.2015 45°27'N 15°49'W Kurs 63°Etmal 105sm Wind WSW 3 Bft 13.07.2015 Mittagspos. 46°04'N 13°38'W Kurs 64° Wind SW 3 Bft grau, es ist nicht mehr so kalt. Etmal 101 sm Rest 373 sm; haben soeben den Blas eines Wales gesehen. 14.07.2015 Mittagspos. 46°48'N 11°28'W Kurs 69° Wind SWzS 4/5Bft Etmal 102sm alles grau, neblig und kalt. 15.07.2015 Mittagspos. 47°06'N 9°59'W Etmal 64sm Rest 221 sm, treiben in der Flaute, alle Segel geborgen, dichter Nebel. Heute Vormittag um 10.30 Uhr umkreiste uns auf 47°08'N 9°59'W ein ca. 8 Meter langer gelblich-grauer Wal. Wo kommt die gelbe Farbe her?? Hatten die ganze Nacht das Radar im Wachmodus laufen, hat sehr gut funktioniert, bei Annäherung eines Schiffes gab es Alarm. Der Wachoffizier sagte mir, er hätte uns auf 6 sm Entfernung gesehen 16.07.2015 Mittagspos.heute 47°31'N 8°14'W Wind WSW 4 Bft Etmal 77 sm Rest 145 sm Kurs 71° nach 13 Stunden Flaute kam der Wind sehr zaghaft gestern Nachmittag zurück. Eben nördlich von uns auf 48°N 16°W hat sich ein kräftiges Tief entwickelt, von dem wir noch ordentlich profitieren. Heute Nacht auf meiner Wache hörte ich plötzlich ganz nahe am Boot einen sehr kräftigen Blas eines Wales, es folgten dann noch weitere. Ich habe mich seh erschrocken und hatte Angst. Diese Tiere sind so groß, würden sie einmal das Boot berühren, gäbe es vermutlich eine Katastrophe. Heute Morgen war schon wieder eine Walschule, bestehend aus 4 ca. 6m langen, pechschwarzen Walen ganz dicht am Boot. 17.07.2015 Mittagspos. 47°58'N 5°59'W Wind SW 2 Bft Etmal 95sm Rest 50 sm Kurs 69° Der Wind ist schon wieder sehr flau, und der Gezeitenstrom macht sich schon stark bemerkbar, so werden wir Camaret heute nicht mehr anlaufen können. Haben heute Nacht den Schifffahrtsweg Quessant-Cap Finisterre überquert, der Schiffsverkehr war enorm. 18.07.2015 Juhuuuuu, wir sind wieder in Europa! Eigentlich wollten wir in den Hafen von Camaret ( in der Bucht vor Brest) einsegeln, aber 18 sm vor dem Ziel steckten wir in totaler Flaute fest. Um 00.30 Uhr am 18.07.2015 starteten wir den Motor und um 03.30 Uhr waren wir in der Marina in Camaret-sur Mer fest. Heute Vormittag sind wir erstmal in die nächste Bäckerei gepilgert und haben dort fürstlich gefrühstückt und das schöne Städtchen, in dem wir nun zum 3. Mal sind, auf uns einwirken lassen. Es ist kühl und regnerisch und Barbara sagt, ich solle den Ofen anzünden. Unsere Pos. 48°16,7'N 4°35,3'W Distanz von Horta nach Camaret gesegelt: 1 211sm Motor: 18 sm Gesamt: 1 229 sm in 13 Tagen, 9 Std = Durchschnitt 3,89 kn.


HOMEWARD BOUND, Bermuda - Azoren 30.05.-16.06.2015

Gestern morgen ist eine ganze Flotte von Seglern zu den Azoren aufgebrochen. Zur Zeit knüppeln wir hoch am Wind gegen einen steifen SE-Wind. Das Boot wird stark beansprucht, da es laufend in die tiefen Wellentäler fällt. Mittagspos. 33°36'N 63°38'W Kurs 50° Etmal 82sm. Die Restdistanz gibt es morgen, da wir heute einen Wegepunkt ansteuern, um nicht in das Hoch zu segeln, wo es keinen Wind gibt. 01.06.2015 Mittagspos. 34^33'N 62°16'W Wind SSE 4/5 segeln hoch am Wind Regen, grau, kühl, Kurs 59° Rest bis Flores 1509 sm. 02.06.15 Mittagspos. 35°11'N 60°26'W Wind SE 3/4 Bft Kurs 71°, wir können jetzt Flores direkt anliegen, segeln aber immer noch hoch am Wind. Immer wieder starke Regenschauer mit kräftigen Böen, Restdistanz: 1411 sm 03.06.15 Mittagspos. 35°28'N 58°33'W Kurs 90° nördlich von uns befindet sich ein Sturmfeld, deswegen haben wir einen Ostkurs eingeschlagen. Wind S 6bft, sehr böig, Etmal 96 sm Rest 1318sm. 05.06.15 Mittagspos. 35°40'N 54°32'W Wind WSW 3/4Bft Kurs 80° Etmal 95 sm Rest 1128 sm schönes Wetter, Wind von achtern.06.06.15 Mittagspos. 35°36'N 52°45'W Wind SSW 2Bft Kurs 80° Etmal 88sm Rest 1043 sm. Haben heute die australische Yacht TOPAS getroffen, mit der wir vor 2 Jahren zusammen im Ashmore Reef waren, so klein ist die Welt der Segler! Hier herrliches Sommerwetter. 07.06.15 Mittagspos. 35°58'N 50°45'W Wind S 6 Bft ruppige See Etmal 102sm Kurs 90° Rest 947 sm 08.06.2015 Mittagspos. 36°17'N 48°21'W Wind SSW 5/6 Bft Kurs 85° Etmal 119sm Rest 830sm 09.06.2015 Mittagspos 36°17'N 45°45'W Wind SSW4/5 Regen, grau, kalt, Kurs 80° Rest 710sm. 10.06.15 Mittagspos.36°31'N 43°31'W, Wind SSE 5 Bft Etmal 113sm Rest 597 sm. Letzte Nacht Durchzug einer starken Front mit sehr starken Böen und sintflutartigem Regen. 11.06.15 Mittagspos.37°34'N 41°40'W Kurs 75°, schönes Wetter Wind S 3 Bft Etmal 100sm Rest 500sm. 12.06.15 Mittagspos. 37°57'N 39°40'W Wind S 3/4 Bft Kurs 76° Etmal 98 sm Rest 402sm haben eine gute Wetterprognose und freuen uns auf Flores 13.06.2015 Mittag 38°17'N 37°14'W Kurs 75° Wind 5/6 Bft Etmal 117sm Rest 285sm 14.06.2015 Mittagspos. 38°38'N 35°06'W Wind SW 3/4 Bft Etmal 102sm Rest 183sm 15.06.2015 Mittagspos. 39°09'N 32°51'W Wind SW 3Bft Kurs 81° Etmal 109sm Rest 73sm 16.06.2015 Schon ab 02.00 Uhr kamen die beiden Feuer von Flores in Sicht. Um 07.00 Uhr herrschte dann totale Flaute und die restlichen 6 sm motorten wir. In der Marina wartete schon das Empfangskomitee, bestehend aus Hans Böbs von der SNOWBALL, den Besatzungen der AZZURO und MOONY. Abends gingen wir alle in ein einfaches Restaurant am Hafen, wo wir uns sehr wohl fühlten und kräftig feierten. Anschließend lud Hans Böbs noch zu einem "kleinen" Whisky bei sich an Bord ein... es wurde eine lange Nacht und die See ging hoch.

Fazit: Wir haben 1716 sm in 16 Tagen und 22 Stunden zurückgelegt das entspricht eine Durchschnittsgeschwindigkeit 4,31 kn. Wir haben keinen Sturm und keine Flaute durchlebt, andere Boote mussten zeitweise tagelang durch Flauten motoren.



 



 


BERMUDA

Queens Birthday oder das Empire lebt Wir liegen hier in dem Städtchen St.George quasi direkt vor dem Rathaus und dem Marktplatz. Die Stadt ist zu Recht UNESCO Weltkulturerbe. Hier findet man nur historische Häuser, die meist schon im 18. Jahrhundert errichtet wurden. Alles ist sehr sauber und die Häuser in tadellosem Zustand. Wandert man durch die engen Gassen, fühlt man sich um 200 Jahre zurückversetzt. Viele Gebäude tragen Plaketten, auf denen die Geschichte des jeweiligen Gebäudes verzeichnet ist. Jeden Abend treffen sich viele Segler in dem Bistro/Restaurant WAHOO, alle warten wie wir auf den richtigen Wind, um entweder in die USA oder zu den Azoren zu segeln.

Heute, am 25.05., ist Queens Birthday und die gesamte Bevölkerung begeht diesen Feiertag mit einem großen Fest. Heute Morgen wurde hier in St. George der Halbmaraton nach Hamilton gestartet. Wir haben uns natürlich die Vorbereitungen und den Start angesehen. Anschließend fuhren wir mit dem Bus in die Hauptstadt Hamilton, wo ab 13.30 Uhr die große Parade stattfand. Schon die Bustour war sehr interessant, überall türkisfarbenes Wasser, kleine Yachthäfen sowie knallbunte Häuser. Wir suchten uns ein Plätzchen, um gut sehen zu können, und dann ging es los. Zuerst fuhr der Gouverneur, flankiert durch eine Motorradstaffel, huldvoll winkend in einem BMW an uns vorbei. Dann folgte knatternd ein riesiges Aufgebot an Harley Davidson Motorrädern. Anschließend hörten wir laute Militärmusik und dann kamen sie: Die Militärkapelle des Bermuda Regiments in ihren historischen Uniformen. Das Volk, welches sich in mitgebrachten Klappstühlen am Straßenrand eingerichtet hatte, jubelte. Ich dachte nur: Ja, das Empire lebt, alles feiert fröhlich Queens Birthday. Es folgten nun unzählige Tanzgruppen, oft bestehend aus fröhlichen Kindern, und wir hatten den Eindruck, das das Tanzen hier sehr gefördert wird. Irgendwann am späten Nachmittag waren wir wieder an Bord.    



        


12.-22.05.2015 Tortola nach Bermuda

Die meisten Yachten verlassen jetzt die Karibik, entweder nach Süden zu den Hurrican freien ABC Inseln, nach Trinidad oder Norden über Bermuda und anschließend nach den USA, Canada oder zu den Azoren. Vor 3 Tagen startete eine Flotte von 52 Booten im  Rahmen der ARC USA. Auch wir haben gestern unsere Reise nach Bermuda angetreten. Der Passat weht sehr stark, außerdem prasseln hin und wieder starke Schauer mit den entsprechenden Böen hernieder. 13.05.2015 Mittagspos. 20°15'N 64°20'W Kurs 359° Etmal 97ssm Rest 726sm Wind E 4/5. 14.05.2015 Wir sind jetzt im Bermudadreieck. Laut Herrn Dänniken sollen sich hier ja die Außerirdischen tummeln. Wir haben außer 2 Vögeln noch nichts gesehen Mittagspos. 22°02,5'N 64°23,8'W Kurs 359° Etmal 107sm Rest 619sm Wind ENE 2/3 Bft.15.05.2015 Mittagspos. 23°31'N 64°56'W Kurs 314° Etmal 94sm Rest 530sm Wind NE 2Bft schönes Wetter aber wir können z.Zt. Bermuda nicht anliegen, segeln hoch am Wind.16.05.2015 Heute Morgen schwenkte eine Kaltfront über uns hinweg, daher z.Zt. sehr ruppige See. Mittagspos. 24°42'N 65°36'W Wind NE 4/5 Bft Kurs 337° Etmal 80sm Rest 462sm segeln hoch am Wind.17.05.2015 Mittagspos. 26°15'N 66°21'W Kurs 337° Wind NE 4Bft Etmal 102sm Rest 378sm segeln hoch am Wind. Um von der Karibik zu den Azoren zu segeln gibt es 2 Möglichkeiten.Entweder wie wir es machen, die klassische Route über Bermuda mit möglichem Starkwind, oder der direkte Weg mit möglichen langen Flauten. Gestern Abend hörten wir den Funkverkehr zweier deutscher Yachten, die eine ist auf dem direkten Weg zu den Azoren. Der Skipper berichtete :" Seit Tagen motoren wir in totaler Flaute" 18.05.2015 Mittagspos. 27°11,5'N 66°46'W Kurs 300° Etmal 60sm Rest 331sm Wind NE 1Bft. Heute Nacht sollder Wind endlich drehen und langsam wieder zunehmen, wir hoffen es sehr, denn das Dümpeln nervt! 19.05.2015 Gestern Mittag schlief der Wind ein - totale Flaute, die See spiegelglatt.Barbara hat dann ein schönes Gericht gekocht, es gab sogar ein Glas Wein.Wir haben dann im Cockpit gesessen und das friedliche Meer betrachtet als plötzlich eine wunderschöne Portugiesische Segelqualle vorbeitrieb. Um 18.00 Uhr kam der Wind langsam zurück und wir segeln z.Zt. mit halbem Wind Bermuda entgegen. Da das Boot nicht gut läuft vermute ich 0,6kn Gegenstrom. Mittagspos. 27°57'N 66°27'W Kurs 19° Wind WzN 4/5Bft Etmal 57sm Rest 282sm. 20.05.2015 Flaute, seit heute Morgen 07.00 Uhr motoren wir. Mittagspos. 28°53'N 65°49'W Etmal 71sm Rest 219sm 21.05.2015 Haben heute Morgen nach genau 24Std den Motor gestoppt und segeln wieder. Wir müssen morgen während des Tages auf Bermuda eintreffen, da Sonnabend schlechtes Wetter aufzieht und der Hafen dann eventuell gesperrt wird. Mittagspos. 31°01'N 65°19'W Wind WSW 2/§ Bft Kurs 19° Rest 86sm.23.05.2015 Am 21.05.2015 um 20.15. Uhr starteten wir den Motor, da das Boot in der totalen Flaute stark schlingerte, außerdem war für Sonnabend ja viel Wind angesagt. Schon nachts um 02.00 Uhr kam das starke Feuer von Gibbs Hill in Sicht. Um 06.30 Uhr nur noch 3 sm vor der Einfahrt nach St. George's Harbour bei aufkommendem starken Wind stoppte der Motor. Wir setzten Segel und baten über die Küstenfunkstelle Bermuda Radio um Schlepphilfe. Die Einfahrt ist eine in die Felsen gesprengte schmale Rinne und ein Hineinsegeln war unmöglich. Der Schlepper "LINE ONE" war dann schnell zur Stelle und um 08.45 Uhr am 22.05.2015 waren wir im Hafen von St.George's Harbour auf Bermuda fest. Sofort mußten wir zum Zoll, die  Einklarierung ging schnell vonstatten, unsere Signalpistole mussten wir angeben. Hinter uns gab ein Amerikaner seinen riesigen Bärentöter ab. Die Einklarierung kostete 70 US Dollar!!! Die Einfahrt in den Hafen erinnerte uns stark an Norwegen, Granitfelsen und dichte Fichten, ja, wir haben die Tropen verlassen. Auch die Temperatur ist endlich erträglich und wir fühlen uns sehr wohl. Das Städchen um den Hafen herum ist total viktorianisch und alles ist äußerst gepflegt, die Menschen höflich und freundlich. Barbaras Kommentar: "Wie schön hier zu sein, hier bleibe ich."


TORTOLA 01.05.-12.05. 2015

3 schöne Tage haben wir am Anker im Gorda Sound verbracht. Jeden Tag haben wir ausgiebig gebadet und abends haben wir uns mit Moni und Harald von der VEKTOR getroffen. Heute sind wir 13 sm nach SW gesegelt und liegen jetzt an der Mooring von "Penn's Landing", einer sehr kleinen Marina auf der Hauptinsel Tortola dicht am Flughafen. Corinna und Wolfgang von der MOIN wollen heute am 01.05.hier eintreffen. Die Landschaft besteht aus vielen kleinen Inseln und sieht sehr trostlos aus. Hier wachsen nur kleine Büsche, die alle braun und vertrocknet sind. Wo immer sich ein kleiner weißer Sandstrand mit einigen Palmen zeigt, befindet sich ein Ressort. Die Segelszene wird von den Amerikanern beherrscht. 07.05.2015 Wir liegen noch in der Penns Landing Marina. Das Wiedersehen mit Wolfgang und Corinna war sehr herzlich und wir verbrachten 2 schöne Tage zusammen. Am Montagmorgen segelten sie nach St.Thomas (US Virgin Islands), dort wird das Boot auf einen Frachter verladen, der es nach Southampton bringt. Gestern haben wir uns ein Auto gemietet, die Straßen hier befinden sich in einem sehr schlechten Zustand und der Fahrer (ich) sieht nicht viel von der Landschaft, da er immer den tiefen Kratern auf der Straße ausweichen muß. Da die Berge nicht hoch genug sind, damit sich die Passatwolken an ihnen abregnen können, ist das Land ausgedörrt. Bis auf etliche grüne Stellen in den Tälern ist alles gelblichbraun. Was die vielen Segler hierherzieht? Es sind die herrlichen Strände, das klare Wasser, sowie das Baden und tauchen. Mittags saßen wir in einer Strandbar in der Cane Garden Bay im Nordwesten der Insel. Etliche Yachten liegen vor dem weißen Strand und ich traue meinen Augen nicht, - eine ist die VEKTOR. Sofort sprangen Barbara und ich ins Wasser und schwammen hinaus zur VEKTOR. Moni und Harald haben nicht schlecht gestaunt,als wir an den Rumpf klopften. Sie brachten uns mit ihrem Dinghy zurück an Land, wir tranken noch zusammen ein Bier und setzten unseren Ausflug fort. Am Abend beendeten wir Barbaras Geburtstag mit einem schönen Essen im Restaurant der Marina. Das Restaurant wird von einem deutschen Koch geführt.

St.Martin - Virgin Gorda

Am 26.04. um 09.15 warfen wir die Leinen los und passierten um 09.30 Uhr die geöffnete Brücke von der aus der nette Hafenmeister uns nochmals zuwinkte. Der Wind wehte aus S-SSW mit 3 Bft und so schloß sich eine schöne Nachtsegelei an. Am 27. um 10.35 Uhr waren die 84sm nach Virgin Gorda abgesegelt und um 11.00 Uhr waren wir in der Marina auf Virgin Gorda fest. Pro Nacht zahlt man hier 48 US Dollar, und da wir keine Millionäre sind ,haben wir heute Morgen die Marina verlassen, sind ein paar Meilen nach Norden gesegelt und liegen jetzt im Gordon Sound zusammen mit der Vektor vor Anker. Waren schon im Wasser und haben ausgiebig gebadet, ich säubere dann auch immer das Unterwasserschiff.Leider haben wir heute einen Riss im Auspuff festgestellt, eine Schweißnaht hat sich geöffnet und etwas Wasser tritt aus wenn der Motor läuft. Wann wie und wo wir diesen Schaden reparieren wissen wir noch nicht. Unsere Position: 18°30,1'N 64°23,2'W

Nevis Island to St.Martin 13.-14.04.2015 und auf St.Martin

Nach den vielen schönen Tagen zusammen mit Gila und Helle war mal wieder eine kleine Seereise angesagt. Nachdem wir ausklariert und unser Beiboot an Deck gelascht hatten, lösten wir uns am 13.04.2015 um 15.30 Uhr von der Mooring. Der Passat wehte recht stark und nachdem wir die Passage zwischen Nevis und St. Kitts passiert hatten, tuchten wir das Großsegel wieder auf und segelten nur mit der Fock in die Nacht hinein. Kurz nach Mitternacht ging der Mond auf, und gegen 03.00 Uhr glitten wir an der Südküste von S.Barts vorbei. Am 14.04.2015 um 10.10 Uhr ankerten wir in der Marigot Bay vor St. Martin, 60 sm lagen hinter uns. Sehr freuten wir uns über unsere Selbststeueranlage, Helle hatte 2 wichtige Ersatzteile auf Nevis anfertigen lassen und jetzt hatte sich herausgestellt, dass die Teile einwandfrei arbeiten. Um 15.30 Uhr öffnete die Brücke und wir fuhren in die Lagune ein, schwenkten nach Norden und liegen jetzt gemütlich und sicher an der Mooring in der Marina Port La Royale auf der französischen Seite von St. Martin. 20.04.2015: Wir liegen hier zusammen mit drei anderen deutschen Yachten sowie einer östereichischen. Die deutschen Yachten bleiben alle während der Hurricanesaison hier in der Karibik. Gestern machten wir alle zusammen eine Marathonwanderung zum Königin-Juliane-Airport, welcher im Süden der Insel liegt. Die Landebahn des Flugplatzes endet direkt am Strand. Das hat zur Folge, das viele Menchen mit Kameras direkt vor der Landebahn stehen und die einfliegenden und startenden Maschinen, welche in nur wenigen Metern Höhe über ihre Köpfe fliegen, fotografieren. Wir haben natürlich auch eindrucksvolle Bilder gemacht. Der Strand trägt den Namen "Kerosine Beach". Interessant war auch die gewaltige Luftverdrängung der großen Flugzeuge, flog eines direkt über die Menschen, war für kurze Zeit Sturm angesagt. Zurück wanderten wir am Strand entlang. Überall an den Ufern liegt viel Unrat, außerdem die Wracks von Segelbooten, welche während des Hurricanes "Gonzalo" an die Ufer der Lagune geworfen wurden.  Auf halbem Weg hielt ein Bus, der uns zurück zu unserer Marina im Norden der Insel brachte.

  

 

Antigua to Georgetown on Nevis Island

Am 01.04.2015 klingelte um 05.00 Uhr morgens der Wecker. Starker Regen trommelte auf das Dach über uns. Da wir noch vor dem Dunkelwerden auf Nevis ankommen wollten, standen wir auf und um 06.05 Uhr lösten wir uns von der Mooring. Mit der ausgebaumten Fock und sehr wenig Wind war es  ein langsames Fortkommen. Gegen 09.00 Uhr verzogen sich die Wolken und der Wind nahm langsam zu. Genau um 19.00 Uhr mit dem letzten Licht ankerten wir vor der kleinen Hauptstadt von Nevis, Charlestown. Ein schöner Segeltag war zu Ende. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Dinghy an Land, dort erwarteten uns schon Helle und Gila, Barbaras alte Jugendfreunde. Es gab ein herzliches Wiedersehen. Nachdem wir einklariert hatten, fuhren wir mit dem Auto zum Haus von Gila und Helle. Das Haus ist ein einmalig schönes Bauwerk, ganz aus Teakholz gebaut mit einer breiten, umlaufenden, überdachten Terrasse, auch hier alles Teakholz. Vom hinteren Teil der Terrasse blickt man über das Meer bis nach Montserrat, vom vorderen Teil der Terrasse blickt man auf den Vulkan Nevis Peak. Der Tag verging schnell, denn es gab viel zu erzählen.
Heute Morgen am 03.04. saßen wir im Cockpit, Barbara wollte gerade die Rühreier servieren, als ich feststellte, dass das Boot treibt. Der Wind war nach dem Durchzug eines Regenschauers recht stark. Ich sprang sofort in das glasklare Wasser und richtig, der Anker schlierte über den Grund und konnte in dem Seegras nicht greifen. Wir verholten sofort ca. 1 sm nach Norden, dort befindet sich ein großes Mooringfeld vor einem schönen Strand. An einer freien Mooring machten wir fest und frühstückten. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Dinghy an den Strand und Helle nahm uns dort in Empfang. Wieder verbrachten wir einen wunderschönen Tag mit einem fürstlichen Essen, welches Gila zubereitet hatte. Um 18.00 Uhr waren wir wieder an Bord. Unsere Position: 17°09,1'N 62°37,8'W  

     

    

27.03.2015 English und Falmouth Harbour

 

English- und Falmouth Harbour, die nebeneinander an der Südküste Antiguas liegen, waren im 18. Jahrhundert und danach ideale Marinestützpunkte der Engländer. Da English Harbour eine S-förmige Bucht ist, war der Hafen leicht zu verteidigen, der Passat weht direkt an der Hafeneinfahrt und die Wassertiefe ist ebenfalls ausreichend. Schon 1745 wurde mit den ersten Arbeiten begonnen und um 1789 war die Anlage komplett, wie sie heute dasteht. Es war Englands größte Navalbasis in der Karibik. Nelson war hier 1784 stationiert. Geht man heute durch die weitläufige Anlage, so fühlt man sich um 200 Jahre zurück versetzt. Seit 1949 wurde das gesamte Areal als Museum wieder instand gesetzt. Alle Gebäude werden wieder genutzt; z.B. befindet sich im ehemaligen Sägewerk heute der Segelmacher. Die dicken Säulen des ehemaligen Bootsschuppens und der Segellast sind heute in ein kleines Hotel integriert. Das Admiralsgebäude beherbergt heute das Nelson Dockyard Museum, die Mannschaftsküche, immer noch rußgeschwärzt, ist heute ein Restaurant usw. Da uns die Anlage so imponiert, werden wir heute wieder einen Rundgang machen. Antigua ist das Mekka der Super- und Megayachten, welche hier laufend ein. und auslaufen. Wir staunen, was mit unendlich viel Geld alles gebaut werden kann. Neulich sahen wir ein Bild auf dem 2 Megayachten nebeneinander lagen. Die Bildunterschrift lautete " mine is bigger". Immer wenn jetzt eines dieser Riesen an uns vorbeifährt sagen wir: mine is bigger". Für normale Yachten gibt es hier keine Marinas. Die Marinas hier sind nur für Superyachten ausgelegt und wir fragen uns, warum all diese Yachten Antigua anlaufen, denn die Insel ist sehr trocken, vieles sieht verdorrt aus und die Bevölkerung ist durchweg arm.